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Reputation & Vertrauen: Die wichtigsten Faktoren im Social Web

Diese Zahlen sind ein weiterer Beleg für eine der wichtigsten Wahrheiten, denen sich Marketers im Netz immer bewusst sein sollten: Im Social Web ist Vertrauen eines der wertvollsten Güter überhaupt und demnach ist das Schlimmste, was einer Marke – gerade bei Facebook, Twitter & Co. – passieren kann, das sie das in sie gesetzte Nutzer-Vertrauen verspielt.

Die meisten Web-Profis und Online-Marketing-Kenner begehen immer wieder den grundsätzlichen Fehler und überschätzen das Wissen und das Zutrauen der Nutzer in den einzelnen Social-Media-Kanälen. Damit muten sie den Marken und Unternehmen für die sie arbeiten oftmals zu viel zu. Dadurch steigt auch automatisch die Gefahr eines Vertrauensverlustes.

Internet User Trust Social Networks 2014

Wie akut diese Gefahr tatsächlich ist, zeigt eine neue Auswertung von Rad Campaign, Lincoln Park Strategies und Craig Newmark (http://www.emarketer.com/Article/Many-Social-Users-Little-Trust/1011112). Demnach haben 57 Prozent aller erwachsenen US-Amerikaner in Social Media-Sites wie Facebook oder Twitter nur wenig bis gar kein Vertrauen. Nur sieben Prozent sprechen von einem sehr hohen Vertrauen.

Splittet man diese Zahlen nach Altersgruppen auf, zeigt sich, dass vor allem die Gruppe 55 bis 64 dem Netz misstraut. Ein Ergebnis, das wenig überrascht. Das allerdings auch 24 Prozent der über 34-Jährigen dem Social Web extrem kritisch gegenüberstehen, zeigt mit welchen Widerständen Online-Marketers noch immer zu kämpfen haben.

Diese Zahlen basieren nur auf US-Untersuchungen. Wir können also getrost davon ausgehen, dass sie in dem traditionell kritischeren Deutschland noch deutlicher ausfallen.

Tatsächlich verlangt diese kritische Grundhaltung ein höchst sensibles Vorgehen von Online-Managern. Sie müssen sich der Pflege ihrer Marken mit maximaler Seriosität widmen. Zudem ist eine ordentliche Portion Social Media-Intelligence unabdingbar, denn nur wer seine Nutzer versteht, kann ihr Vertrauen gewinnen. Und nur Nutzer, die einer Marke vertrauen, werden auch zufriedene Kunden.

Die Halbwertzeit eines Tweets liegt bei 24 Minuten, bei einem Facebook-Posting sind es 90 Minuten

Diese Zahlen sollten alle Marketers, Social-Media-Experten und Community-Manager kennen. Wismetrics hat untersucht, wie lange die Halbwertszeit eines Tweets bzw. eines Facebook-Postings ist.

Grundsätzlich unterscheiden sich beide Formen des Social-Postings ungemein. So setzt Twitter auf einen ungefilterten News-Stream. Alle 140-Zeichen-Meldungen werden einfach der chronologischen Reihenfolge nach gezeigt. Zudem mischt sich der Kurznachrichtendienst nicht in die Frage ein, welches Postings ein Nutzer als wichtiger empfinden könnte.

wisemetrics

Das ist bei Facebook anders. Das weltweit größte Social-Network trifft immer eine Vorauswahl, wer welche Postings sehen darf. So gut wie niemals sehen Fans oder Freunde alle Postings einer Person oder Marke. Nach welchen Kriterien Facebook entscheidet, wer welche Statusmeldungen sehen darf, verraten die US-Amerikaner allerdings nicht.

Die Folge ist, dass die Sichtbarkeit eines Postings, dass es in den Newsstream eines Nutzers schaffte deutlich länger ist, als bei Twitter.

In ihrer Analyse kam Wismetrics zu dem Ergebnis, dass die Halbwertszeit eines Tweets bei 24 Minuten liegt und bei einem Facebook-Posting bei 90 Minuten. Sehr spannend zudem ist der Fakt, dass ReTweets und andere Erwähnungen für einen Tweet zu 75 Prozent in den ersten drei Stunden nach dessen Veröffentlichung erfolgen.

Warum Frauen die wahre Macht hinter den Social Networks sind!

Es steht fest: Frauen sind das stärkere Geschlecht, jedenfalls wenn es um Social-Media-Nutzung und Interaktion geht. Sie sind nicht nur in den meisten Social Networks mit einem höheren Anteil in der erwachsenen Altersgruppe vertreten, sie interagieren hier auch mit Marken viel lieber, als ihre männlichen Gegenspieler, wie eine neue Infografik von FinancesOnline.com auf Basis von Studienergebnissen (Nielsen, Pew Research, Burst Media) aufzeigt.

Ein größerer Anteil der erwachsenen US-Frauen nutzt Facebook, Tumblr, Pinterest, Instagram und Twitter häufiger. Nur ein Social Network wird von Männern dominiert: Die Karriere- und Networking-Site LinkedIn.

In Zahlen – Anteil Frauen vs. Anteil Männer (U.S. Erwachsene, ähnlich in DACH)
– Facebook: 76% vs. 66%
– Instagram: 20% vs. 15%
– Twitter: 18% vs. 17%
– Pinterest: 33% vs. 8%
– tumblr.: 54% vs. 46%

30 Prozent der erwachsenen Frauen checken ihre Social Media Seiten mehrmals am Tag. Im Vergleich dazu ist der Anteil bei den Männern mit 26 Prozent nicht ganz so groß.

Auch beim Zugang über mobile Endgeräte (Smartphones: 46% vs. 43%) und Tablets: 32% vs. 20%) auf die Social Media haben Frauen die Nase vorn.

Fazit: Agenturen und Auftraggeber aus der werbetreibenden Wirtschaft sollten bei der Konzeption und Planung stärker auf den Dialog mit Frauen setzen, denn immerhin interagieren 53 Prozent der Frauen gerne mit Marken über Social Media, während nur 36 Prozent der erwachsenen Männer hier aktiver sind.

In diesem Sinne: Alles Gute zum Internationalen Frauentag und weiter so!!!

Weitere spannende Einblicke bietet die Infografik:

2014 Frauen in Social Media & Social Networks / Infographic

SEO & Social Media: Google-Ranking mit Social Signals steigern

Viele Betreiber von Webseiten (insbesondere von kleineren und mittelständischen Unternehmen) werden sich immer wieder Fragen wie diese stellen: „Wie kann ich Social Media sinnvoll und vor allem mit einem hohen ROI einsetzen? Lohnt es sich denn überhaupt diesen Aufwand zu betreiben? Unsere Zielgruppe sind Ingenieure, von denen hat doch keiner Zeit noch auf Facebook, Twitter, Google+ oder Youtube herum zu springen…“

Mal abgesehen von all den positiven Aspekten des „Engagen(s)“ mit der Zielgruppe, welche wir hier im Blog schon öfter besprochen haben, bietet Social Media auch knallharte und meßbare Kriterien, um den Erfolg und die Performance der eigenen Webseiten im Google-Ranking zu steigern. Eine schöne Case Study von Moz.com zeigt die folgende Infografik. Es wurden 6 branchengleiche Webseiten mit Social Media Aktivitäten unterstützt.

Ergebnis:
– 100 Google+ Followers = 14,63% (Steigerung im Google Ranking)
– 300 Google+ Votes/+1 = 9,44% (Steigerung im Google Ranking)
– 70 Facebook-Shares & 50 Facebook-Likes = 6,9% (Steigerung im Google Ranking)
– 50 Tweets = 2,88% (Steigerung im Google Ranking)

Fazit: Vor allem die Google+ Aktivitäten zahlten auf das Ranking ein. Sicherlich wird es einfacher sein mit Facebook zu agieren, da die Penetration von Google+ in Deutschland noch nicht sonderlich hoch ist. Denn noch, Retweets, Google+’s, Facebook Likes und Shares haben eine große Auswirkung auf das Ranking insbesondere bei nicht so hart umkämpften Keywords.

SEO & Social Media - Mit Social Signals Rankings steigern

Frage: Insbesondere würde mich natürlich interessieren welche Erfahrungen ihr beim Zusammenspiel von Social Media und SEO, insbesondere dessen Einfluß auf das Ranking gemacht habt? Schon mal Danke im Voraus für Kommentare, Anmerkungen oder Links zu anderen Case Studies. Stay tuned! 😉

Social Media Nutzung Deutschland 2013: 4 von 5 Nutzern in Social Networks

Die Nutzung von Social Networks gehört zum Alltag in Deutschland. So wundert man sich nicht, dass immerhin schon vier von fünf (78 Prozent) deutschen Internetnutzern bei einem sozialen Netzwerk angemeldet sind. 67 Prozent nutzen die Networks besonders aktiv. Bei den 14-29-Jährigen sind es sogar 90 Prozent. Was können wir den BITKOM-Umfragergebnissen im dritten Jahr der Erhebung noch an spannenden Erkenntnissen entlocken?

Ranking: 1. Facebook 56% // 2. Stayfriends 9% // 3. Werkenntwen 8% // 4. Xing 7% // 5. Google+ 6% und Twitter 6%

Die wichtigsten Fakten:

1. 55% der Internetnutzer in der Generation 50-Plus sind derzeit in sozialen Netzwerken aktiv.
2. 68% der weiblichen Internetnutzer sind aktive Mitglieder in den Netzwerken, bei Männern sind es 67%.
3. 87% der 14- bis 29-Jährigen Internetnutzer sind aktive Mitglieder, 83% haben ein eigenes Profil.
4. 9% der 14- bis 29-Jährigen Internetnutzer nutzen jeweils Twitter, Google+ oder das Foto-Netzwerk Instagram.
5. 4% der 14- bis 29-Jährigen nutzen die Musik-Community Soundcloud.
6. 3% der 14- bis 29-Jährigen sind bei Tumblr und Pinterest.
7. 73% der Mitglieder von Networks wollen sich mit Freunden austauschen.
8. 47% möchten den Kontakt mit ihrer Familie pflegen.
9. 38% informieren sich über das Tagesgeschehen.
10. 36% wollen neue Kontakte knüpfen.
11. 35% organisieren ihre Freizeitaktivitäten mit Hilfe der Netzwerke.
12. 82% aller aktiven Nutzer nutzen Privatsphäre-Einstellungen ihres Netzwerks, 69% haben diese auch verändert.
13. 90% unter den 14- bis 29-Jährigen haben sich mit den Einstellungen auseinandergesetzt, 77% haben diese verändert.
14. 93% der Nutzer halten das Löschen von Daten für wichtig oder sehr wichtig.
15. 91% wollen festlegen können, wer welche Informationen sehen darf.
16. 83% ist wichtig oder sehr wichtig, dass ihr Profil auf Wunsch nicht für jedermann auffindbar ist.

Fazit: Im Schnitt sind die deutschen Internetnutzer in 2,5 sozialen Netzwerken angemeldet und in 1,4 aktiv. Sieben von zehn aktiven Mitgliedern (69 Prozent) nutzen die Netzwerke täglich. Ein Drittel sind Intensivnutzer, die eine Stunde oder länger pro Tag aktiv sind. Unter den 14- bis 29-Jährigen sind es mit 52%sogar mehr als die Hälfte. Die Netzwerke werden im Wesentlichen zu vier Zwecken genutzt: Kommunikation, Information, Organisation und Unterhaltung. Die wichtigste technische Funktion ist für die Befragten das vollständige Löschen von persönlichen Daten: 93% der Nutzer halten das Löschen für wichtig oder sehr wichtig.

Nutzung Social Networks DE - BITKOM

Quelle: BITKOM

Social Network Nutzung: Frauen auf Pinterest & Instagram // Teens auf Twitter & Tumblr

Jedes Social Network hat seine eigene Identität, die vor allem durch seine Nutzer geprägt wird. So sind auf Pinterest und Instagram vor allem Frauen aktiv und auf Tumblr eher Jungendliche. Dank der Analysemöglichkeit demographischer Daten können wir sehr gut feststellen, welche Zielgruppen auf welchen Plattformen besonders aktiv sind und welches Einkommen sie haben. In einem neuen Bericht von BI Intelligenz wurden demographische Daten (US-Fokus) der größten Social Networks veröffentlicht, die wir uns noch einmal etwas genauer angesehen haben:

Fakten:

1. Facebook: Die Altersgruppe der 45- bis 54-jährigen wächst seit Ende 2012 um 45%, 73 % der Nutzer haben ein Einkommen von über 75.000 US-$

2. Instagram: 68% Prozent der Instagram-Nutzer sind Frauen

3. Twitter hat eine überraschend junge Nutzerschaft, denn 27% der 18- bis 29-Jährigen in den USA nutzen Twitter, im Vergleich dazu nutzen nur 16 % der Altersgruppe der Dreißiger und Vierziger den Dienst

4. LinkedIn hat einen kleinen Überhang an männlichen Nutzern

5. Google+ ist auch eher männlich orientiert, mit einem Anteil von 70% Männern

6. Pinterest wird von Tablet-Nutzern dominiert und 84 % der Nutzer bei Pinterest sind Frauen

7. Tumblr ist besonders beliebt bei Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Personen mit höherem Einkommen. 8% der US-Internetnutzer mit einem Einkommen von über $75.000 benutzen Tumblr.

2013 Social Network Demography & Income

15 Fakten zum Social Commerce & Online Shopping in Social Networks

Social Media treibt den Verkauf! Das ist uns allen klar, doch in welchem Umfang sich das Engagement bezahlt macht, steht nicht genau fest. Einige Fakten (US Fokus) hat MarketMeSuite in einer schönen Grafik aufbereitet. Die spannendsten Fakten haben wir hier aufgelistet:

1. 70% der erwachsenen Social Media Nutzer shoppen online
2. 86 % aller US-Online-Retailer haben eine Facebookpage
3. 75% der Facebook-Käufer sind von Freunden um Rat bei Kaufentscheidungen gefragt worden
4. 81% der Käufer wurden bei ihren Kaufentscheidungen durch Beiträge ihrer Freunde auf Social Networks beeinflußt
5. 30% der Social Shoppers reagieren eher auf Angebote, wenn diese von Freunden „repostet“ werden
6. Produktbewertungen von Kunden genießen ein hohes Vertrauen – 12mal höher, als Produktherstellerinformationen
7. 40% der Social Media Nutzer haben ein Produkt gekauft, nachdem es auf Facebook, Twitter und Pinterest geshared, getwittert und geliked wurde
8. 22% der Twitternutzer haben ein Produkt gekauft, nach einem Tweet, Retweet oder nachdem es auf Twitter favorisiert wurde
9. 33% der Nutzer von Facebook haben bereits einen Kauf getätigt, nachdem etwas auf Facebook thematisiert wurde (Sharing, Liking, Commenting)
10. Pinterest ist das Social Networks, welches vor allem spontane Käufe herbeiführt (virtueller Schaufensterbummel)
11. 50% aller Social Media getriebenen Kaufentscheidungen passieren innerhalb einer Woche nach dem Sharen, Liken, Favorisieren
12. 78% der Nutzer geben an, dass Unternehmens-Beiträge auf Social Networks ihre Kaufentscheidung beeinflussen
13. 79% der Nutzer liken eine Company-Facebook-Page, weil sie Incentives und Discounts erwarten
14. 58% der Facebook-Fans einer Marke erwarten exklusive Angebote, Events und Promotions
15. 50% der Facebook-Nutzer and 80% der Twitter-Nutzer erwarten eine Antwort auf ihre Kundenservice-Anfrage innerhalb von einem Tag oder weniger

Fazit: Alles in allem sind das beste Voraussetzungen um das Social Media Engagement in konkrete Absätze zu überführen, wobei sich der deutsche Verbraucher in seinem Kaufverhalten und in seiner Erwartung an das Social Media Engagement einer Marke vom US/UK-Verbraucher etwas unterscheidet. Alle Social Network Nutzer (i.e. Fans einer Marke) schätzen es bevorzugt behandelt zu werden und von exklusiven Inhalten, Events und Promotions zu partizipieren, mehrwert-orientierte Services/Apps der bevorzugten Marke nutzen zu können oder aber konkrete Discounts für die nächste Online-Shopping-Tour zu bekommen.

Social Media Commerce - Purchasing Decision Making

Unternehmen verschlafen riesige Potentiale beim Employer Branding

Bei der Frage nach der Wichtigkeit, die richtigen Talente und Mitarbeiter für das eigene Unternehmen zu gewinnen, herrscht wohl bei fast allen Companys weitestgehend Einigkeit. Sie halten dies für sehr wichtig. Wie der Personalmarketing Report 2013 allerdings enthüllt, ist beim sog. „War for Talents (Employer Branding- und Recruiting-Aktivitäten, um besonders gut geeignete Mitarbeiter zu finden und zu halten) ein systematisches und strategisches Vorgehen der „Ausnahmefall“.

„Nur 27 Prozent der deutschen Umfrage-Teilnehmer gaben an, dass das Personalmarketing in ihrem Unternehmen einen hohen strategischen Stellenwert genieße. Der Mangel an Strategie bei dem Großteil der Unternehmen spiegelt sich der Studie zufolge auch in der Budgetplanung. Lediglich 28 Prozent der Unternehmen ermitteln das Budget strategisch nach den Vorgaben einer langjährigen Personalplanung. 56 Prozent stellen die Gelder situativ zur Verfügung, dem aktuellen Personalbedarf angepasst“, fasst der PR-Report die Ergebnisse zusammen.

personalmarketing__report_2013

Das wirklich faszinierende ist allerdings, dass die meisten Personal-Verantwortlichen noch immer die Macht, den Einfluss und das riesige Potential ignorieren, dass im Social Web schlummert. So steckten gerade hierzulande der Schwerpunkt der Budgets weiterhin in den klassischen Ansätzen wie Stellenanzeigen und Karrieremessen. Bei lediglich elf Prozent liegt der Anteil von Social Media-Maßnahmen. Immerhin haben knapp 22 Prozent aller Befragten erkannt, dass ihr Unternehmen vor allem in diesem Bereich kräftig Nachholen muss. Allerdings: Nur jeder Zehnte will in den nächsten zwölf Monaten bei Facebook und Twitter auch wirklich aktiv werden.

Die Zahlen für eine Erfolgsmessung sehen ähnlich schlecht aus. So kommt die Analyse zu dem Ergebnis, dass nur zwölf Prozent der befragten Deutschen Unternehmen eine systematische Analyse des Arbeitsmarktes durchführen. Dabei gibt es hierfür schon gute Möglichkeiten – 10 KPIs für HR, Recruiting & Employer Branding.

Für diese Studie wurden über 2.200 Personalverantwortliche aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Belgien, Dänemark und Schweden befragt.

Warum Marken und Firmen unbedingt twittern sollten

In Sachen Social Web und Journalismus scheint Deutschland noch immer ein technologisches Entwicklungsland zu sein. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest die eine neue Oriella Digital Journalism-Studie. Für die Analyse wurden 553 Journalisten in 15 Ländern zu ihrer Nutzung von Facebook, Twitter & Co. befragte.

Die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass weltweit mittlerweile rund 59 Prozent aller Berichterstatter zwitschern. Nur in Deutschland hat lediglich ein Drittel überhaupt ein Twitter-Account. Eine erschreckende Zahl.

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Während in Frankreich mittlerweile knapp 80 Prozent aller Journalisten twittern und fast 50 Prozent ein eigenes Blog pflegen bzw. ein eigenes Google+-Profil unterhalten, sind die Deutschen Kollegen noch lange nicht so weit. Hierzulande bloggen nur rund 25 Prozent. Der Anteil an Google+-Nutzern liegt sogar nur bei rund 15 Prozent.

Bereits im Frühjahr hatte der Trendmonitor ähnliche Zahlen vorgelegt. Die News Aktuell-Analyse kam zu dem Ergebnis, dass rund die Hälfte aller deutschen Journalisten Twitter nicht als Quelle nutzt und außerdem Tweets von Personen als nicht zitierfähig empfindet.

Die Zahlen werfen kein gutes Bild auf den Berufstand der Journalisten. Sie entbinden die PR- und Marketing-Verantwortlichen jedoch auf keinen Fall von der Verpflichtung umso mehr via Twitter, Facebook & Co. kommunizieren. Denn auch wenn noch immer wenige Journalisten zuhören, folgen immer mehr Konsumenten den Marken im Social Web. Die Entwicklung ist eindeutig. In Kommunikation wird der Journalist als Mittler zwischen Konsumenten und Marken immer unwichtiger. Die Gespräche finden immer häufiger direkt zwischen den Unternehmen und den potentiellen Käufern statt. Das ist eine große Chance für jede Company.