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Social Media Prisma Version 6.0 mit den wichtigsten 261 Plattformen und Tools

Das Social Media Prisma von ethority liefert erneut einen aktuellen Überblick über die deutsche Social Media Landschaft mit den wichtigsten 261 Social Media Plattformen und Tools. Seit Veröffentlichung von Version 5.0 im September 2012 sind 117 neue Plattformen hinzugekommen. Kriterien für die Aufnahme ins Prisma sind Reach, Engagement und Popularity. Es ist unter http://www.ethority.de/social-media-prisma/ veröffentlicht und damit unter der Creative Commons Lizenz frei zur Verwendung.

Social Media Prisma V6.0

Während auch im deutschsprachigen Raum die Dominanz der großen Netzwerke wie Facebook, Twitter, Google+, Tumblr, Instagram usw. anhält, zeigt die neue Version des Prismas gleichzeitig auch auf, wie kurzlebig einzelne Plattformen sind und wie schnell sich die Social Media Landschaft verändert. So entfällt bspw. die Kategorie Microblogging. Twitter wird nun bei den Social Networks gelistet. Neu hinzugekommen sind die Kategorien Monitoring und Online-Dating.

Wir freuen wir uns auch dieses Mal wieder über Kommentare und Anregungen.

Unser Social Media Prisma Version 5.0 ist da!

Pünktlich zur dmexco wurde es wieder Zeit für ein Update unseres Social Media Prismas.

Es hat sich viel getan seit dem ersten Prisma 2009. Plattformen kamen und gingen. Und so gab es auch dieses Mal wieder einige Änderungen.

Die wichtigsten gleich vorweg: Die Aufnahme von „Apps (mobile)“ in unser Social Media Prisma spiegelt die hohe Nutzung von Smartphones wieder. Über 50% aller Facebook-User gehen über ihr Mobiltelefon online aber auch Twitter und Google Plus sind mobil weit verbreitet. Services wie Instagram spielen für Social Media eine Rolle, die nicht als zu gering einzuschätzen ist, aber auch Foodspotting, Runtastic, Pocket und Flipboard sind eine enorme Bereicherung für die Social Media Nutzung.

„Social Media Tools“ ist insbesondere für Social Media Profis von Bedeutung. Mit ihnen lassen sich die Vielzahl an Kanälen effizient managen ohne den Überblick zu verlieren. Dienste wie Klout, Kred, Tweetgrader & Co. trennen in dieser Überfülle an Social Media Nutzern dabei die Spreu vom Weizen. Wer hat wirklich etwas zu sagen in Social Media? Welche Companies haben eine wirklich hohe Reichweite? Und wer ist in welcher Branche ein wahrer Influencer? Und so fand auch die Kategorie „Influence“ Eingang in unser Social Media Prisma Version 5.0.

Dafür nahmen wir die Kategorie „Blog Search“ heraus und fassten „Reviews / Ratings“ und „Special Interest Reviews“ ebenso zusammen wie „Browser Gaming“ und „Social Gaming“. Auch dank Eurer Hinweise berücksichtigten wir bestimmte Plattformen, während andere hinaus fielen. Deshalb freuen wir uns auch dieses Mal wieder über eure Kommentare. „Crowdsourced Content“ eben.

Social-Media-Management macht Nachrichtenportale und Communitys wertvollver

Eine der wichtigsten Wahrheiten 2.0 die viele Netz-Journalisten vielleicht nicht gerne hören, lautet: Der Job der Community- und Social-Media-Manager in modernen Web-Redaktionen trägt längst genauso viel zum Erfolg eines Nachrichten-Portals bei, wie die Arbeit der schreibenden Kollegen. Angebote wie Chip.de haben längst bewiesen, dass eine lebendige Community und ein ordentliches Social-Media-Management treue und aktive Leser  bindet, die zudem oftmals bereit sind, positiv über das jeweilige Web-Angebot zu sprechen.

Bislang blieb allerdings immer weitestgehend im Dunkeln, welche Nutzer überhaupt bereit sind, mitzudiskutieren und sich innerhalb der Community zu engagieren. Bzw. welche Reaktionen lösen welche Art von Kommentaren aus? Diese Fragen lassen sich gänzlich mit Hilfe eines modernen Monitoring-Tools klären. Deshalb haben sich Sebastian Horn, Community-Redakteur von Zeit Online und Max Neufeind von der ETH Zürich einmal eine Zeit-Debatte zum Thema Grundeinkommen mit 1.400 Nutzer-Kommentaren ganz genau angesehn. „Wir haben – basierend auf statistischen Methoden – untersucht, inwiefern sich Nutzer in ihrem Kommentarverhalten ähneln oder unterscheiden“, beschreibt Horn das Vorgehen in einem Interview mit Drehscheibe. Insgesamt konnten er und Neufeind vier Nutzertypen identifizieren und charakterisieren. Das sind:

1.    Der Troll. In der analysierten Debatte schrieb er rund elf Prozent aller Kommentare.

2.   Der Musterschüler. „Das ist ein Usertyp, der zwar wenige Kommentare schreibt. Seine Kommentare sind jedoch sehr lang, gut ausformuliert und klingen freundlich. Er schafft es außerdem, auf viele Aspekte des Themas einzugehen“, erklärt Horn.

3.   Der Bemühte (oder auch der Fleißige). Er schreibt extrem viele Kommentare. Sie haben eine mittlere Länge, sind durchschnittlich überzeugend und durchschnittlich freundlich.

4.   Der Besserwisser. Er formuliert scharf und wendet sich direkt an den Autoren. Im Vergleich zum Troll bringt er allerdings stichhaltige Argumente vor. „Dafür erhält er viel Aufmerksamkeit von anderen Nutzern, die auf seine Kommentare antworten oder sie mit einer Leserempfehlung versehen.“

Slideshare
Die Studie als Präsentation bei Slideshare

Tagtäglich können Debatten aus dem Ruder laufen, wobei nur die frühe Erkennung dieser, der richtige Umgang mit Nutzerkommentaren und eine einfühlsame Moderation der Diskussionen dieses Risiko minimiert. Die Identifizierung dieser Issues ist eine Herausforderung, bei der auf Suchwort-Abfragen spezialisierte Social-Media-Monitoring-Angebote, sog. „Basic Listening“-Tools, schnell an Ihre Grenzen kommen. Sie führen keine kontextbasierten Analysen durch, um Relevantes intelligent zu filtern, um Alarm zu schlagen, wenn erste Fetzen fliegen. „Advanced Listening“-Systeme mit ausgeklügelten semantischen Analysen, basierend auf computerlinguistischer Technologie helfen hier weiter.

Social Media Monitoring Systeme wie der gridmaster können selbstständig Kommentare entdecken, die gegen die jeweiligen Kommentar-Regeln verstoßen und darüber hinaus noch einiges mehr. Wir haben die letzten 6 Monaten sehr hart an einer neuen Version unseres gridmasters gearbeitet, welcher mit umfangreichen Funktionen ausgestattet ist, um die physischen Lebenszeichen einer Community richtig zu deuten und so jedem Community Manager gute Dienste leisten kann.

Alles in allem zieht Horn eine positive Bilanz. Denn es hat sich gezeigt, dass die Kommentare mit einem möglichst hohen Argumentationsniveau auch die meisten Reaktionen auslösten. „Kommentare von Pöblern werden meist ignoriert. Je schwächer ein Kommentar argumentativ ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand darauf antwortet.“

Heißt: Die Community würdigt Qualität, wodurch sie natürlich mehr Traffic und neue User generiert und somit im Wert steigt. Investitionen in ein qualitativ hochwertiges Community Management, also guten Moderatoren und den richtigen Social Media Tools zahlen sich daher sehr schnell aus.