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Erste Onlinestudie Autobahn-Raststätten & Autohöfe – Rasten statt Rasen 2015-2016

Direkt an der Autobahn gelegen, gleichzeitig jedoch in die Natur eingebunden, preiswert und mit serviceorientiertem Personal, regionaler und frischer Kost, leichten Speisen, kostenlosem W-LAN sowie Betreuungs- und Spielangeboten für Kinder. So stellt sich der moderne Raststätten-Gast den optimalen Aufenthalt vor.

Trotz Flugzeug und Bahn sind wir Deutschen eine Autofahrer-Nation und viel mit dem Auto unterwegs. Egal ob auf Urlaubsreisen, Wochenendtrips, Tagesausflügen oder Geschäftsreisen steuern wir regelmäßig Raststätten und Autohöfe zum „Auftanken“ an. Wer hat sich da noch nicht über abgestandenes Essen zu überhöhten Preisen oder schmutzige und unhygenische Toilleten geärgert. Grund genug, diese Problematik genauer zu untersuchen und zu evaluieren: An welchen Raststätten und Autohöfen empfiehlt sich ein Stop und an welchen sollte man lieber nicht halten?

So haben wir uns im Rahmen der gemeinsamen Studie mit unserem Network-Partner ethority Technology GmbH gefragt:

Welches sind die Top-Raststätten und Autohöfe in Deutschland? Sind die Raststätten und Autohöfe noch zeitgemäß und entsprechen sie den Erwartungen der Autofahrer und -Reisenden? Welche Kriterien haben beim Besuch einer Raststätte besondere Bedeutung?

Im Rahmen der ersten Onlinestudie zum Thema Raststätten und Autohöfe wurden über 30.000 Kommentare von Autofahrern und Raststättenbesuchern auf Internet-Plattformen wie Facebook, Yelp, Twitter und Co. untersucht.

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Die Wünsche sind vielfältig, sowohl familiengerecht als auch businesstauglich. Dabei variieren die Ansprüche teilweise enorm. Geschäftsreisende möchten auch auf Raststätten ihrem Business nachgehen. Kostenloses W-LAN ist daher Pflicht. Familien wollen ihre Kinder in sicheren Händen wissen und erwarten entsprechende Spiel- und Betreuungsangebote. Ein weiterer, dem Zeitgeist entsprechender, Trend ist das Bedürfnis nach regionalem, leichtem und gesundem Essen.

Der Auto-Reisende greift gerne auf bekanntes Fastfood zurück und erwähnt häufig die Anbieter McDonald´s, Burger King und Nordsee. Ein weiterer, dem Zeitgeist entsprechender, Trend ist das Bedürfnis nach regionalem, leichtem und gesundem Essen.

Die Kaffee-Bar-Anbieter Segafredo, Lavazza und Dallmayr werden ebenso thematisiert, wie der größte Anbieter, die Tank & Rast GmbH zu der auch die Marken Serways, Gusticus, Brotzeit, EssBar und Sanifair gehören, deren zahlreiche Erwähnungen großes Potenzial für Optimierung und Ausgestaltung des Angebotes aufzeigen. Aber auch Kraftstoffmarken und Tankstellen-Betreiber wie Aral, Agip, Shell, Esso, Jet, HEM, OIL, Star und Total werden häufig in Zusammenhang mit Preisgestaltung, Kundenservice, Shop-Sortiment und Leistungsportfolio thematisiert.

 

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Die beliebtesten Raststätten an den deutschen Autobahnen: Top 10 Ranking

In der Gunst der Autofahrer und Raststättenbesucher liegen eher die unabhängigen kleineren Autohöfe und Raststätten weit vorn. So konnte die Hoyer-Gruppe mit ihren Autohöfen an der A1 und A7 den ersten und dritten Platz belegen. Die Rastanlage im Hegau West und Ost an der A81 belegen den zweiten und vierten Platz.

1. Autohof Hoyer Rade / Hamburg Süd an der A1

2. Rastanlage im Hegau West an der A81

3. Autohof Hoyer Soltau Ost an der A7

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Welche Kriterien sind dem Reisenden besonders wichtig beim Raststättenbesuch?

1. Gastronomie: 26,8%
2. Service: 17,6 %
3. Sauberkeit (insbesondere der sanitären Einrichtungen): 14,8%
4. Familienfreundlichkeit: 11,6%
5. Raststätten-Anlage & -Ausstattung: 9,7%
6. Preisgestaltung: 9,3%
7. Shopping-Angebote: 7,4%

 

 

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Die Road-Map: An welchen Raststätten der wichtigsten Autobahnen ist der Besuch besonders empfehlenswert?

Folgende Raststätten und Autohöfe sind besonders empfehlenswert: A1 Blüchereiche, A2 Lipperland, A3 Würzburg/Süd, A4 Schorba/Imbiss Haase, A5 Taunusblick, A7 Hoyer Soltau, A9 Köckern Ost + A9 Köckern West

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Welche Raststätten haben dringenden Verbesserungsbedarf?

A2 Börde Nord, A45 Sauerland Ost, A2 Lehrter See Nord, A3 Bad Camberg Ost, A20 Fuchsberg, A67 Pfungstadt-Ost, A6 Kammersteiner Land Nord, A2 Garbsen Nord

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Die gesamte Studie kann hier: http://ethority.de/online-studie-autobahnraststaetten-deutschland/ herunter geladen werden.

Über Kommentare, Shares und Likes freuen wir uns natürlich.

Deshalb nutzen nur 38 Prozent der deutschen Unternehmen Social Media – 10 Fakten

Es ist mal wieder Zeit für eine Bestandsaufnahme: In seiner neuen Studie untersucht der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) den Stand der Social Media-Aktivitäten in Unternehmen. So kommt der Verband zu dem Ergebnis, dass mittlerweile 38 Prozent aller Companys in Deutschland Social Media nutzen.

Allerdings ist diese Zahl ein typischer Fall bezüglich der Frage: Ob das Glas nun halb voll oder halb leer ist? Ist das nun viel oder wenig? Im Wahrheit hängt das vom Produkt und der Branche ab. Ein Mittelständler, der im B2B-Geschäft mit seltenen Schmierölen tätig ist, fragt sich sicherlich eher einmal mehr, als zu wenig, wie aktiv er seine Facebook- und Twitter-Aktivitäten befeuern soll. Ein Unternehmen mit Produkten für Otto-Normal-Verbraucher, kommt schon lange nicht mehr an einer seriösen Kommunikation in den Social Networks vorbei.

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Für alle, die sich nicht nur die ganze Untersuchung kämpfen wollen, hier die wichtigsten Fakten und Erkenntnisse zusammengefasst:

1. Die Firmen, die bei Facebook, Twitter & Co. aktiv sind, nutzen diese Kanäle zu 38 Prozent schon länger als zwei Jahre. Immerhin 23 Prozent sind schon länger als drei Jahre dabei.
2 . Firmen, die im Social-Web aktiv sind, planen zu 72 Prozent ihre Aktivitäten strategisch.
3. Als Hauptgrund für den Einsatz von Social-Media-Tools führen 74 Prozent die Steigerung ihrer Bekanntheit an.
4. Dann folgen mit 73 Prozent die Kundenbindung,
5. und mit 71 Prozent die Imageverbesserung.
6. Unternehmen, die keine Social-Media-Aktivitäten anwenden, machen dies größtenteils, weil sie keine Relevanz für ihre Kundenzielgruppe (24 Prozent) oder Produkte (18 Prozent) sehen.
7. Eine gute Nachricht ist: Von den Social-Media-Muffeln sagt immer hin jeder fünfte, dass er in den kommenden zwölf Monaten dem Thema mehr Bedeutung beimessen will.
8. Die größten Erfolge verbuchen die Unternehmen in der Kundenbetreuung (63%), Kundenbindung (61%) und bei Werbekampagnen (57%). „Die generelle Erfolgseinschätzung von Social-Media-Aktivitäten bietet noch Potential: drei von zehn Unternehmen sind unentschlossen hinsichtlich der Erfolgseinschätzung“, heißt es in der Studie.
9. Mit dem richtigen Monitoring und den effektiven Einsatz von KPIs haben viele Unternehmen noch immer große Schwierigkeiten. „Die Messbarkeit des Erfolgs von Social-Media-Aktivitäten wird als relativ schwierig aber machbar eingeschätzt.
10. Jedes fünfte Unternehmen misst seine Social-Media-Aktivitäten, jedes Zweite hat Interesse daran“, scheiben die Autoren.

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Social Media Nutzung Deutschland 2013: 4 von 5 Nutzern in Social Networks

Die Nutzung von Social Networks gehört zum Alltag in Deutschland. So wundert man sich nicht, dass immerhin schon vier von fünf (78 Prozent) deutschen Internetnutzern bei einem sozialen Netzwerk angemeldet sind. 67 Prozent nutzen die Networks besonders aktiv. Bei den 14-29-Jährigen sind es sogar 90 Prozent. Was können wir den BITKOM-Umfragergebnissen im dritten Jahr der Erhebung noch an spannenden Erkenntnissen entlocken?

Ranking: 1. Facebook 56% // 2. Stayfriends 9% // 3. Werkenntwen 8% // 4. Xing 7% // 5. Google+ 6% und Twitter 6%

Die wichtigsten Fakten:

1. 55% der Internetnutzer in der Generation 50-Plus sind derzeit in sozialen Netzwerken aktiv.
2. 68% der weiblichen Internetnutzer sind aktive Mitglieder in den Netzwerken, bei Männern sind es 67%.
3. 87% der 14- bis 29-Jährigen Internetnutzer sind aktive Mitglieder, 83% haben ein eigenes Profil.
4. 9% der 14- bis 29-Jährigen Internetnutzer nutzen jeweils Twitter, Google+ oder das Foto-Netzwerk Instagram.
5. 4% der 14- bis 29-Jährigen nutzen die Musik-Community Soundcloud.
6. 3% der 14- bis 29-Jährigen sind bei Tumblr und Pinterest.
7. 73% der Mitglieder von Networks wollen sich mit Freunden austauschen.
8. 47% möchten den Kontakt mit ihrer Familie pflegen.
9. 38% informieren sich über das Tagesgeschehen.
10. 36% wollen neue Kontakte knüpfen.
11. 35% organisieren ihre Freizeitaktivitäten mit Hilfe der Netzwerke.
12. 82% aller aktiven Nutzer nutzen Privatsphäre-Einstellungen ihres Netzwerks, 69% haben diese auch verändert.
13. 90% unter den 14- bis 29-Jährigen haben sich mit den Einstellungen auseinandergesetzt, 77% haben diese verändert.
14. 93% der Nutzer halten das Löschen von Daten für wichtig oder sehr wichtig.
15. 91% wollen festlegen können, wer welche Informationen sehen darf.
16. 83% ist wichtig oder sehr wichtig, dass ihr Profil auf Wunsch nicht für jedermann auffindbar ist.

Fazit: Im Schnitt sind die deutschen Internetnutzer in 2,5 sozialen Netzwerken angemeldet und in 1,4 aktiv. Sieben von zehn aktiven Mitgliedern (69 Prozent) nutzen die Netzwerke täglich. Ein Drittel sind Intensivnutzer, die eine Stunde oder länger pro Tag aktiv sind. Unter den 14- bis 29-Jährigen sind es mit 52%sogar mehr als die Hälfte. Die Netzwerke werden im Wesentlichen zu vier Zwecken genutzt: Kommunikation, Information, Organisation und Unterhaltung. Die wichtigste technische Funktion ist für die Befragten das vollständige Löschen von persönlichen Daten: 93% der Nutzer halten das Löschen für wichtig oder sehr wichtig.

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Quelle: BITKOM

Ist Deutschland ein Social-Media-Entwicklungsland?

Zwei aktuelle Studien belegen, dass es hierzulande in Sachen Social-Media noch einiges zu tun gibt. So untersuchte Cision die Medienkompetenz von Journalisten. In Sachen Social Media schneiden die deutschen Redakteure und Reporter im Vergleich zu ihren internationalen Kollegen schlecht ab.

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Untersucht wurde das Engagement, die Praxis, die Kenntnisse und die Haltung in Sachen Social-Web. Dazu maßen die Analytiker unter anderem die Zeit, die täglich für Social Media verwendete wird, die Follower-Zahlen, die Art der verwendeten Social Media-Tools und die Haltung zu Social Media in Bezug auf die Veränderung des Berufsfelds. „Vor allem ältere Journalisten in Deutschland befürchten negative Auswirkungen auf ihre Arbeit. In diesem Segment stellen wir keine produktive Teilnahme in sozialen Medien fest. Wenn die Unterschiede zwischen den verschiedenen Altersgruppen weniger werden, wird Deutschland einen höheren Platz einnehmen. Momentan orten wir aber große kulturelle Schwierigkeiten“, zitiert Lead Digital Falk Rehkopf, Geschäftsführer von Cision Deutschland.

Nach Ländern aufgeschlüsselt landete Kanada auf dem ersten Platz gefolgt von den USA und Großbritannien. Deutschland erreichte lediglich Position acht.

In einer zweiten Studie befragte die Strategieberatung Michael Caine zusammen mit der Universität St. Gallen 100 Executives aus großen Unternehmen. Die Untersuchung kam zu dem Ergebnis, dass 80 Prozent aller Teilnehmer unter Social Media „Dialog & Interaktion“ verstehen, allerdings die meisten Angebote und Prozesse in der Praxis nur in Einzelfällen auf Dialog ausgerichtet seien.

Zudem gibt es immer noch massive Probleme beim sinnvollen Einsatz von Funktionierenden KPIs: „92 Prozent der befragten Executives geben an, dass sie den Beitrag von Social Media zu klassischen Unternehmenszielen nicht genau messen können“, erläutert Conrad Caine, Gründer und Geschäftsführer der gleichnamigen Agentur. Seine Studie kommt zu dem Schluss, dass die meisten ROI-Berechnungen in Unternehmen auf Annahmen und relativ schwachen Bezugsgrößen beruhen würden.

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Als einer der drückendsten Probleme identifizierten die Analysten, dass die Companys jetzt erst damit beginnen würden, Social Media in die eigenen Geschäftsprozesse zu integrieren. Zudem würden in nur in den seltesten Fällen Ergebnisse realisiert, „die auf harte Businessziele einzahlen“.

Zur noch immer niedrigen Nutzung und Akzeptanz von Facebook, Twitter & Co. haben vor allem die Cision-Experten eine dezidierte Meinung. „Es liegt nahe, dass es in Deutschland größere soziale und technische Barrieren gibt, die erstmals durchbrochen werden müssen, bevor eine breitere Social Media-Adaption für Nutzer und Journalisten möglich ist“, so die Marktforscher.

Ob für Journalisten, Unternehmer, Social-Media-Manager oder normale Nutzer gilt also: Es gibt noch viel zu tun.

Facebook-Nutzerzahlen am Ende der Wachstumskurve?

Es gibt neues Datenmaterial von Facebook zur Optimierung der eigenen Social-Media-Strategie. Die einen sind durchaus positiv. Die anderen sind allerdings jetzt kein Grund zur ungebremsten Freude. So hat Allfacebook.de bei seiner monatlichen Auswertung aller im Monat Juni aktiven deutschen Nutzer festgestellt, dass diese zum ersten Mal in den letzten 12 Monaten (damals stellten die Analytiker ihre Messtechnik um) einen Rückgang verzeichnen.

Zum Stichtag (2. Juli) zählten die Berliner für das größte Social Network der Welt in Deutschland 23.750.160 aktive Facebook Nutzer. Im Vormonat lag diese Zahl noch bei 23.953.440.

Allfacebook

„Diesen Rückgang sehen wir nicht als dramatisch an. Wir werden die Nutzerzahlen jetzt aber genauer im Auge behalten und euch darüber informieren, wenn es zu einem weiteren Einbruch kommt“, heißt es in dem Posting.

Zufall oder nicht? Vor wenigen Tagen veröffentlichte die Initiative D21 erst den neuesten (N)ONLINER Atlas. Darin heißt es unter anderen, dass die Internet-Nutzung in Deutschland mittlerweise fast – allerdings auf hohem Niveau – stagniere.

Möglicherweise bremst sich nun bei 23 Millionen Nutzern auch das Facebook-Wachstum hierzulande ein.

Das tut allerdings der Werbebegeisterung keinen Abbruch und auch mittelfristig haben die Marketing-Manager nicht vor, aus Facebook rauszugehen.

So berichtet der Netzökonom Holger Schmidt in seinem Blog, dass Facebook in diesem Jahr in Deutschland etwa zehn Prozent des Display-Marktes erreichen wird. Das würde rund 100 Millionen Euro entsprechen. Die Zahlen basieren auf einer Analyse von ZenithOptimedia. „Das Wachstum von Facebook ist durch die Probleme beim Börsengang nicht gebremst. Die Werbungtreibenden trennen hier ganz klar“, sagt Frank-Peter Lortz, Chairman der Media-Agentur.

Community 2011-Studie: Facebook beherrscht den Markt, Twitter ist Lückenfüller

Neues Datenfutter für Social Media-Strategen und Planer. Im Auftrag des ZDF hat das Marktforschungsinstituts Phaydon die Studie „Community 2011“ erstellt. Vor allen zwei Resultate sollte man sich merken:

1. Für mehr als drei Viertel der deutschen Nutzer ist Facebook die wichtigste privat genutzte Community.

2. Twitter wurde zwar nur von zwei Prozent der Befragten als wichtigste Community genannt. Das Spannende dabei ist allerdings, dass viele den Microblogging-Dienst als wichtige Ergänzung im Kreis der Social Media-Angebote betrachten. „Sie sehen Twitter als „Lückenfüller“ für unterwegs“, fasst Lead Digital einen Teil der Ergebnisse zusammen. 14 Prozent geben allerdings an, dass sie einen Twitter-Account haben. Unabhängig davon befindet sich Twitter auf der Überholspur. Wie der Netzökonom vermeldet, konnte der Kurznachrichtendienst im Mai seine Besucherzahl auf 4,4 Millionen steigern. Das bedeutet ein Plus von 37 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Community2011

Die weiteren Communitys, bei denen die Befragten angemeldet sind: StayFriends 30 Prozent, Wer-kennt-wen.de 24 Prozent, StudiVZ 17 Prozent. Google+ kommt immerhin schon auf 15 Prozent.

Ein weiteres Ergebnis, das vor allem Marketing-Experten freuen wird: Auf die Frage, aus welchen Bereichen die Fanseiten- oder Gruppen sind, denen die Mitglieder angehören, antworteten immerhin 43 Prozent „Marken und Produkte“. Nur Musikgruppen/Brands mit 55 Prozent liegen noch vor den Brands.

Offizielle Zahlen zur Social-Network-Nutzung in Deutschland

Amtlicher geht es wohl kaum noch: Anlässlich des Welt-Telekommunikationstages am 17. Mai 2012 hat sich das Statistische Bundesamt (Destatis) einmal die Social Network-Nutzung in Deutschland angesehen.  Hier die wichtigsten Erkenntnisse der Profi-Statistiker im Überblick:

–       53 Prozent aller einheimischen User nutzten im Jahr 2011 soziale Netzwerke für private Kommunikation.

–       29,6 Millionen Menschen (im Alter ab zehn Jahren) kommunizierten via Social Networks.

–       „Soziale Netzwerke sind insbesondere bei jungen Erwachsenen beliebt: 2011 waren 91 % der Personen im Alter von 16 bis 24 Jahren hier privat aktiv“, heißt es in einer Mitteilung des Bundesamtes.

–       Mit zunehmenden Alter nimmt Nutzung von Facebook, Xing oder Google+ jedoch ab. „Bei den 25- bis 44- Jährigen lag der Anteil bei 57 %, bei den 45- bis 64-Jährigen bei 33 % und bei den Internetnutzern ab 65 Jahren lediglich bei 28 %“, schreiben die Wiesbadener weiter.

–       In allen Altersgruppen gilt: Frauen kommunizierten häufiger als Männer privat über die Social-Networks.

–       Auch Business-Networks wie Xing, LinkedIn & Co. haben sich die Statistiker angesehen. Sie sprecher allerdings von sozialen Netzwerken für „berufsbezogene Kontakte“. Mit 11 Prozent nutzten Männer diese häufiger als Frauen (7 %). „Insgesamt beteiligte sich lediglich knapp jeder zehnte Internetnutzer aus beruflichen Gründen in sozialen Netzwerken (9 % oder 5,3 Millionen Menschen)“.

–       Im Euro-Vergleich liegt Deutschland mit diesen Ergebnissen im Durchschnitt. Der Spitzenreiter in der privaten Nutzung von sozialen Netzwerken im EU-Vergleich ist  Lettland (79 %) vor Ungarn (76 %). Bei der Nutzung für berufliche Zwecke erreichte Deutschland mit zehn Prozent genau den EU-Durchschnitt. Knappe Nummer Eins sind hier die Niederlande (21 %) vor Finnland (20 %).

Statistik

Wer einen Überblick über alle wichtigen Social-Networks haben will, dem sei noch einmal unser Social Media-Prisma empfohlen.

Social Media Status Quo in deutschen Unternehmen – Hoffnung vs. Realität – KPIs?

Gute Zahlen, schlechte Zahlen: Zwei aktuelle Studien ermöglichen erstmals einen ganz sinnvollen Überblick über den Stand der Social Media-Bemühungen in deutschen Unternehmen.

So kommt der Branchenverband Bitkom zu dem Ergebnis, dass 47 Prozent der rund 3,6 Millionen Unternehmen in Deutschland Facebook, Twitter oder Blogs nutzen. „Die Zahl klingt erst einmal nicht schlecht“, schreibt Netzökonom Holger Schmidt. Er schränkt aber auch ein. „Wie wenig ernst die Unternehmen Social Media immer noch nehmen, zeigt die personelle Ausstattung“. Denn die Umfrage kam auch zu dem Schluss, dass 80 Prozent der Unternehmen ihr Social-Media-Management lediglich ein oder zwei Mitarbeitern überlassen.

Social Media Campaign - The Big Idea

Social Media Campaign - The Big Idea

„Besonders schlecht ist die Personalausstattung in der Industrie, noch vergleichsweise gut bei den Dienstleistern“, schreibt Schmidt. Was am meisten fehlt, ist eine klare Organisationsstruktur und das Fehlen jeglicher Ziele bzw. klarer Key Performance-Indikatoren (KPIs). „Zwei Drittel der Befragten haben auch keine festen Ziele definiert, was erreicht werden soll. Sogar im krassen Widerspruch zum Mitteleinsatz steht die Erwartungshaltung: Fast 90 Prozent der Großunternehmen gehen von einer steigenden Bedeutung der sozialen Medien aus.“

Vor allem das Fehlen von KPIs dürfte sich schon bald zu einem ernsthaften Problem entwickeln. Denn nur mit klaren Indikatoren, mit denen sich Erfolg und Wirkung von Social Media-Kampagnen messen und analysieren lassen, kann auch anständig und seriös der Return on Investment (ROI) ermittelt werden. Unabdingbar hierfür ist logischerweise auch ein solides Social Media Monitoring, welches auch die entsprechenden KPIs (gridmaster KPI Dashboard) auswertet.

gridmaster Social Media Monitoring KPI Dashboard

Wie groß der Nachholbedarf in diesem Bereich innerhalb der deutschen Wirtschaft noch ist, zeigt die neue Untersuchung „Turning Buzz into gold“ der Unternehmensberatung McKinsey & Company. Denn nur 37 Prozent der Unternehmen, die via Facebook, Twitter und Blogs kommunizieren, haben KPIs (Key Performance-Indikatoren) für ihren Social Media-Einsatz festgelegt. Lediglich 20 Prozent messen den Return on Investment.

Die Hoffnungen, die mit dem Social Media-Einsatz verbunden sind, sind dennoch sehr groß. Denn 71 der 200 befragten Unternehmen spekulieren auf ein „signifikantes Gewinnpotenzial“.

Allerdings sind die meisten Firmen bei ihrem Status Quo realistisch. So glauben nur zehn Prozent der deutschen Unternehmen, dass sie mit ihren jetzigen Social Media Aktivitäten ihr Ergebnis steigern können.

Die Lösung: Die Unternehmen müssen in Manpower und Monitoring investieren. Denn nur so können die jeweiligen Aktivitäten gesteigert und deren Erfolg gemessen werden.

„Wir“, „gemeinsam“: Deutschlands Werbeslogan fordern mehr Kunden-Partizipation

Die Unternehmen sprechen von mehr Zusammenarbeit mit ihren Kunden. Ein neues verbales Wir-Gefühl ist der aktuelle Trend in Deutschlands Werbeslogans. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „Werbetrends 2009“ von Slogans.de und dem Trendbüro.

„Das „Wir“ setzt sich als Erfolgsprinzip in der Werbesprache durch. Die Forderung nach mehr Partizipation und Verantwortungsgefühl zeigt sich an der Häufung von Begriffen wie „gemeinsam“, die von 1,8% in 2004 auf 7,4% in 2008 zugenommen haben. In diesem Zuge kehrt auch die englische Sprache als internationales Bindeglied zurück. Das englische Wort „We“ gehört dieses Jahr erstmals zu den Top-15 der meistverwendeten Wörter in deutschen Werbeslogans“, heißt es in der Pressemitteilung zur Studie.

Trendbüro-Chef Peter Wippermann ergänzt: „Kooperation und Offenheit spielen zukünftig eine zentrale Rolle in der Beziehung zum Kunden. Das Wir gewinnt. Auch in der Werbesprache.“

Auch die Zeit von „Geiz ist Geil“ und anderen Billig-Kampagnen ist nach Meinung der Studie vorbei: „Die Produktqualität rückt wieder ins Zentrum der Werbeversprechen.
Eine weitere wichtige Entwicklung in der Werbesprache ist der Verweis
auf Qualität“, verraten die Macher. Sie sehen eine Rückbesinnung auf Authentizität, Güte und ein Preis-Leistungs-Prinzip. „Der Anteil an Markenslogans mit konkreten Qualitätsversprechen ist von 9,5% in 2004 auf 28,8% in 2008 stark angestiegen. Zu beobachten ist außerdem, wie Unternehmen ihre Kommunikation auf die Turbulenzen der Finanzkrise anpassen: die einen durch eine verstärkt vernünftige, rationale Tonalität, die Leistungsversprechen an Effizienz koppelt. Die anderen durch das Versprühen von zuversichtlichem Optimismus mittels innovativer, spaßorientierter Wortkreationen.

Slogans.de und das Trendbüro untersuchten 5.196 Markenslogans aus 35 Branchen, die zwischen Anfang 2004 und Ende 2008 neu eingeführt wurden.

Die Studie gibt es bei Slogans.de
Hier lässt sich schon einmal das Inhaltsverzeichnis und das Vorwort einsehen.

Corporate Twitterer in Deutschland – ein Blick hinter die Kulissen

Vor kurzem gab es auf Mashable einen Artikel über die 40 besten Corporate Twitterer. Natürlich, wie so oft, sehr US-lastig. Da das Internet global ist und auch in Deutschland das ein oder andere Unternehmen twittert, habe ich mir gedacht, es könnte doch ganz interessant sein, ähnliche Fragen an die deutschen „Corporate-Twitterer“ zu richten. Hier die Antworten der interessantesten Unternehmenstwitterer in Deutschland.

Medien

Zu den Pionieren der deutschsprachigen Corporate-Twitterszene gehörten Medienmacher. Anfangs betrachteten viele Twitter allerdings als nur einen weiteren Kanal, um auf ihre Meldungen automatisiert hinzuweisen. Noch ein unproblematischer Abnehmer für die eigenen RSS-Feeds. Mit der Zeit entdeckten jedoch immer mehr von ihnen, dass man mit diesem Medium ganz anders umgehen kann und einen echten Dialog führen kann. Kurz: sie entdeckten das @-Zeichen.

Hannoversche Allgemeine Zeitung (@HAZde)

1. Wer steckt hinter dem Account HAZde?
Marcus Schwarze (HAZ-Redakteur, @homofaber) und Dirk Kirchberg (fester freier Mitarbeiter, @kirchberg)

2. Warum twittert die HAZ?
Weil dort ein Teil unserer Leser und Nichtleser zu Hause ist. Und weil wir große Lust darauf haben, mit Lesern Kontakt zu haben und Nichtleser zu Lesern zu machen. Und weil unsere Leser Lust auf die HAZ haben. Geben und Nehmen.

3. Was gibt es in den Tweets der HAZ Spannendes zu lesen?
Ausgewählte überprüfte Eilmeldungen, von denen wir glauben, dass sie die internetaffine Leserschaft besonders interessieren. Flapsig erzählte Kuriosa, die im Nachrichtenbetrieb manchmal untergehen, samt Link zur HAZ, aber auch zu anderen Angeboten, zum Beispiel die unten genannten. Antworten auf Fragen von Lesern, zum Beispiel die hier:

  • @ChristelWoeller: Grüne Laserstrahlen über Hannover verbinden Kirchtürme von Athanasius-, Nazareth + Pauluskirche #Fusion Südstadt-Gemeinden…
  • Sack-Reis-Meldung: Obama hat das erste Mal als Präsident mit Angie Merkel telefoniert. Na dann…
  • Kleinkind spielt mit Telefon und ruft die Polizei. Die entdeckt Papas Marihuana-Plantage #Techniktücken http://haz.de/784770 .
  • Oder, as it happened: Verhaspler mit Folgen: US-Präsident Obama hat den Eid auf die Verfassung ein zweites Mal geschworen – Quelle MSNBC http://tinyurl.com/d4735o…
  • Unglaublich: Zwei burmesische schiffbrüchige Fischer überleben 25 Tage in einer Kühlbox! http://HAZ.de/783910
  • Matthew Harding-Hoax als eigentlicher Hoax entlarvt: Kann mal bitte jemand die Wahrheit in Sachen „Matthew Harding ein Hoax!“ als Hoax entlarven? Wir glauben dran! http://haz.de/703506
  • iTunes bannt Kopierschutz, Spotify startet, last.fm + blip.fm erfolgreich. Das Ende des Musikkopierschutzes? Erbitten Meinungen zwecks Text

4. Was war bisher euer kuriosestes oder faszinierendstes Erlebnis auf Twitter?
Faszinierend: Leser fragten uns per Handy-Tweet, warum die Züge am hannoverschen Bahnhof zwei, drei Stunden Verspätung hatten – und tatsächlich hatte es da einen Vorfall (Suizid) gegeben, über den natürlich angemessen sofort online und am Abend in der Zeitung berichtet wurde. Sonst wäre das Thema uns durchgegangen.
Im größeren Rahmen war natürlich das Foto aus dem Hudson-River faszinierend. Bis zur nächsten Weltnachricht. Übrigens bemerken wir, dass viele Twitterer in solchen Sitationen auf die klassischen Medien, vor allem das TV, verweisen. Die haben also weiterhin ihre Berechtigung, sogar in vielen Fällen eine gewachsene Bedeutung, sofern sie ihre Quellen überprüfen und nennen.

5. Lohnt sich Twittern für die HAZ?
Ja: Wir sammeln Erfahrung mit dem Getwitter. Das eine oder andere Thema haben wir dadurch schon entdeckt.

6. Wie sieht ein typischer an HAZ gerichteter Tweet aus?
@HAZde immer diese distanzlose Begeisterung … Schlimm.

7. Welche Zukunft hat Twitter in der Zeitungswelt?
Für einige Kollegen gehört es dazu, für andere weiterhin nicht. Beides ist okay.

Welt Kompakt (@weltkompakt)

1. Wer steckt hinter @weltkompakt?
frank schmiechen;

2. Warum twittert die Welt Kompakt?
twittert aus spaß, neugier;

3. Was gibt es in den Tweets von @weltkompakt zu lesen?
meldungen, nebensachen, wichtiges, triviales;

4. Was war bisher euer kuriosestes oder faszinierendstes Erlebnis auf Twitter?
die welt der anderen live und gratis

N24 (@N24_de)

1. Wer steckt hinter @N24_de?
Die Redaktion von N24.de. Anfangs nur der Teil, der selbst schon twittert.

2. Warum twittert N24?
Weil es uns gibt ;- ) Wir sind immer auf der Suche nach neuen Lesern und nutzen gerne auch neue Kanäle.

3. Was gibt es in euren Tweets Spannendes zu lesen?
Hinweise auf die wichtigen und kuriosen News des Tages als Video, Galerie oder Text und natürlich Links zu Videos von spannenden N24-Sendungen. Und natürlich ein wenig Flurfunk und Interna wie hier

4. Was war bisher euer kuriosestes oder faszinierendstes Erlebnis auf Twitter?
Faszinierend: wie wir einen Twitter-Nutzer, der lustvoll über das N24-TV-Programm herzog, durch eine locker-freundliche Antwort überzeugen konnten, @N24_de zu followen.

5. Lohnt sich das Twittern für N24?
Ja, denn wir sind ein moderner Nachrichtensender, der neue Kommunikationswege nutzt. Aber: Derzeit ist Twitter nur ein nettes Beiwerk. Damit es nicht so bleibt, möge bitte jetzt jeder Leser seinen Beitrag leisten: http://www.twitter.com/N24_de folgen!

6. Wie sieht ein typischer an @N24_de gerichteter Tweet aus?
„Übrigens Followertipp: @N24_de – die haben das mit dem Twittern verstanden.“ (Na gut: Noch ein paar solche Empfehlungen mehr, und es gilt als typisch.)

7. Welches Potential hat das Zusammenspiel von Twitter und TV?
Viele wichtige Ereignisse kann man bei N24 TV live verfolgen. Etliche davon passieren sehr kurzfristig. Über Twitter erfahren unsere Follower von aktuellen Ereignissen und können sie live auf N24 oder im Stream auf N24.de mitverfolgen.

Turi2 (@turi2)

1. Wer steckt hinter @turi2?
Das komplette Team – die Kontrolle über den Account hat aber der jeweilige CvD. Angeschoben hat unser Kollege Peter Schwierz den Kanal. Er kann auch schwer die Finger davon lassen.

2. Warum twittert turi2?
Wir twittern, um am Puls der Zeit zu sein, was digitale Trends und Themen anbelangt. Die zweinulligen Wortführer sind allesamt im Twitterversum versammelt – da darf ein Branchendienst 2.0 nicht fehlen. Zudem erfrischt die unterhaltsame Mischung aus halbprivaten und ernsten Infos den Arbeitsalltag ungemein.

3. Was gibt es in den Tweets von @turi2 Spannendes zu lesen?
Aktuelle News, Links auf unsere Beiträge und manche Interna oder Kommentare.

4. Was war bisher euer kuriosestes oder faszinierendstes Erlebnis auf Twitter?
Manchmal kommen Insider-Infos per Direct Message rein. Das ist nicht zu unterschätzen! Über Twitter sind wir ohne Aufwand direkt ansprechbar. Da waren schon einige gute Tipps dabei, die sich beim Nachfassen immer bestätigt haben.

5. Lohnt sich Twittern für euch?
Finanziell sicher nicht, aber das spielt keine Rolle. Der Austausch zählt – und das digitale Ohr am Leser. Wir beobachten zwar fast 24 Stunden am Tag das Web und die Blogosphäre, merken via Twitter aber viel schneller, was die hippen Themen sind. Und wenn ab und zu eine exklusive Nachricht reinkommt, lohnt sich’s freilich besonders.

6. Wie sieht ein typischer an euch gerichteter Tweet aus?
Puh, den „typischen“ gibt’s nicht. Aber der hier von @DWDL war nett: „Die größte Enttäuschung bei @turi2 heute: Das Aufmacher-Bild. Das wird doch einem Peter „Paint“ Turi nicht gerecht.“ Wir haben dann gleich mal den Tuschkasten bemüht und die Kollegen glücklich gemacht.

7. Wie lange wird es noch dauern, bis der erste deutsche Verleger twittert?
Hoffentlich nicht lange, wir tippen auf Dirk Ippen, ein Profil hat er immerhin schon eingerichtet: @dirk_ippen

Mode

Zum digitalen Lifestyle gehört Mode. Insofern überrascht es nicht, dass auch auf Twitter immer wieder darüber gesprochen wird. Es überrascht aber, wie wenige Unternehmen dieses Potential wahrnehmen und auf den vielen spannenden Gesprächen auf Twitter zuhören oder sich gar in diese Gespräche einschalten. Und zwar mit Inhalten, nicht mit Werbung. Spreadshirt hat bewiesen, dass so etwas geht.

Spreadshirt (@yourownlabel)

1. Wer steckt hinter dem Account @yourownlabel?
Aktuell kümmern sich vor allem die Leute um den Twitter-Account, die auch die anderen Social Media-Kanäle wie die Blogs kümmern. Das sind Mitglieder des Brand & Communication-Teams wie z. B. wir, Andreas Milles und Tobias Huber. Andere Spreader, u. a. unsere CEO Jana Eggers (jeggers), twittern fleißig auf eigenen Accounts.

2. Warum twittert Spreadshirt?
Zum einen, weil´ss zu unserer Marke passt, die sich ja im Kern um das Selbstwertgefühl und die „Self Expression“ dreht. Zum anderen: weil´s Spass macht und (noch) herrlich unkonventionell ist – Direktkontakt und offener Austausch mit Kunden fühlt sich immer gut an.

3. Was gibt es in den Tweets von @yourownlabel Interessantes zu lesen?
Tipps und Hilfe, genauso wie Neues aus dem Blog oder aus dem Hause Spreadshirt generell. Wir versuchen, die Aktio/Reaktio-Quote ausgeglichen zu halten, da wir unsere Follower nicht nur mit neuen Blogartikeln zuspammen, sondern v. a. für sie da sein und ihnen ggfs. helfen wollen. Zukünftig wollen wir unsere Follower auch verstärkt in Aktionen einbinden und sie z. B. zu Exklusiv-Testern von neuen Textilien machen.

4. Was war bisher euer kuriosestes, faszinierendstes oder tollstes Erlebnis auf Twitter?
Am faszinierendsten ist auch nach Ablauf der ui-das-ist-neu-und-nice-Zeit die Möglichkeit, in Echtzeit Gespräche über unsere Marke und Services zu beobachten und ggfs. an ihnen teilzunehmen.
Und Kuriositäten gibt es fast im Wochentakt. Aktuell ist z. B. über uns zu lesen: „diese arschgeigen von spreadshirt haben meine komplette bestellung verbummelt, weil sie scheinbar zu blöd sind, mit paypal umzugehen“ (http://twitter.com/tiefenrausch/status/1152857510). Davor verstecken wir uns nicht (im Gegenteil, der Twitterfeed ist recht zentral ins Blog eingebunden). Wichtig ist es, solche Dinge ernst zu nehmen, mit den Leuten Kontakt aufzunehmen und ihr Anliegen im Unternehmen – in diesem Fall zu den Serviceleuten – weiterzutragen.
Auch spannend: wir hatten ein Ticket für die MBC09 abzugeben und konnten es via Twitter in gefühlten 5 Minuten an den Mann bringen.

5. Lohnt sich das Twittern für Spreadshirt?
Das wissen wir noch nicht, aber im Moment hält sich der Aufwand verglichen mit der Wirkung (dass wir zuhören und da sind) im Rahmen. Moment, vielleicht lohnt sich´s sogar doch schon – es gab schon Leute, die aufgrund unserer Tweets einen T-Shirt Shop bei uns eröffnet haben.

6. Wie sieht ein typischer an @yourownlabel gerichteter Tweet aus?
In etwa so: „was muss ich eigentlich machen um von euch einen pro-shop gesponsored zu bekommen?“, so: „der Bass-Shirt-Shop auf www.bassic.ch läuft zurzeit massiv viel besser als die Google AdSense-Einnahmen. Danke.“, so: „könnt ihr mir erklären, weshalb ich das Wort „Bass“ nicht auf meinen Bass-Shirts verwenden darf? Macht doch keinen Sinn.“ oder so: „very happy about my spreadshirt xmas sales 2008.“

7. Wie wird man im Jahr 2020 twittern?
Noch mobiler, noch lokaler, noch automatisierter (GPS etc.). Und vielleicht mit live Tweets auf T-Shirts? Nur eins ist sicher: auch das Spam-Aufkommen wird zunehmen.

Banken

Warum sollten Banken twittern? Warum nicht. Schließlich kann es gerade in Zeiten, in denen das Vertrauen in das Finanzsystem erschüttert ist, wichtig sein, in einem authentischen Dialog mit anderen zu zeigen, dass es nicht nur um Derivate, Futures und Zinssätze geht, sondern um Menschen. Twittern als vertrauensbildende Maßnahme? Auf jeden Fall einen Versuch wert.

GLS Gemeinschaftsbank (@glsbank)

1. Wer steckt hinter dem Account @glsbank?
Momentan stecken eine Mitarbeiterin und ich als Leiter Online-Vertrieb hinter dem GLS Bank-Account.

2. Warum twittert die GLS-Bank?
Weil Twittern ein schnelles, transparentes und zeitgemäßes Mittel der Kundenkommunikation ist. Wir suchen bewusst den Dialog und wollen natürlich auch unsere Reichweite in neuen, interessanten Zielgruppen damit ausbauen.

3. Was gibt es in den Tweets der GLS-Bank Spannendes zu entdecken?
Ob es bisher Spannendes zu entdecken gab, können nur die Follower beurteilen. Wir sollen über unsere Aktivtäten informieren, auf Entwicklungen am Finanzmarkt aufmerksam machen, Anfragen beanworten. Momentan ist das alles erst im Aufbau begriffen.

4. Was war bisher euer kuriosestes, faszinierendstes oder tollstes Erlebnis auf Twitter?
Besonders schön sind immer positive Reaktionen von Kunden, die uns via twitter erreichen. Aber auch Beschwerden konnten wir schon via twitter beantworten und lösen. Das ist genau die Art von Transparenz, die wir als nachhaltige, ökosoziale Bank wollen.

5. Lohnt sich das Twittern für euch?
Wir betrachten die Twitterei nicht unter ROI-Gesichtspunkten. Schnelle, offene und ehrliche Kundenkommunikation lohnt sich unseres Erachtens immer.

6. Wie sieht ein typischer an @glsbank gerichteter Tweet aus?
In erster Linie sind es Fragen zu Angeboten, zu Prozessen oder zur Bank ganz allgemein, die uns erreichen. Bisher ist das aber noch relativ verhalten.

7. Wie sieht die Zukunft von Twitter in der Bankenwelt aus?
In diese Glaskugel lässt sich nur schwerlich schauen. Für uns mit unserem ganz besonderen Verständnis von Bankarbeit bietet Twitter gute Möglichkeiten, unser Transparenzversprechen einzulösen. Ob andere Banken auf diesen Zug aufspringen wird sich zeigen. Ich könnte mir vorstellen, dass Twitter vor allem für regional aufgestellte Institute ein Mittel der Kundenkommunikation und -bindung wird. Inwieweit Großbanken auf den Zug aufspringen, wage ich nicht zu prognostizieren.

Internetunternehmen

Etwas verwundert bin ich darüber, dass angestammte Internetunternehmen wie eBay sich erst relativ spät in dieses Medium gewagt haben. Zwar gibt es viele Mitarbeitertweets aus der Web 2.0-Szene, aber echte Corporate Twitteraccounts sind immer noch sehr selten. Umso spannender, dass sich mit eBay Deutschland jetzt auch hier Bewegung ins Feld zu kommen scheint.

eBay Deutschland (@eBayDE)

1. Wer steckt hinter dem Account @eBayDE?
Hinter @eBayDE steckt die Kommunikationsabteilung von eBay in Deutschland. Initiiert wurde der Twitter-Stream in Zusammenarbeit mit der für eBay arbeitenden Agentur achtung! kommunikation. Der aktive Twitterer ist Bastian Scherbeck, zuständig bei achtung! für den Bereich Social Media. Er steht in engem und permanentem Kontakt mit den Zuständigen bei eBay.

2. Was war der Auslöser für eBay zu twittern?
Auslöser sich aktiv in den Social Media einzubringen, war vor allem die immer noch aktuelle Entwicklung und Verschiebung in der deutschen Medienlandschaft. Für Twitter haben wir uns aufgrund der steigenden Wahrnehmung und Popularität entschieden. Und die Entscheidung wirklich zu starten, fiel natürlich in dem Moment, in dem die Aufmerksamkeit für eBay auf Twitter am Größten war: Bei der Versteigerung von Robert Basics Blog.

3. Was gibt es in den Tweets von @eBayDE Interessantes zu lesen?
Die Tweets von @eBayDE werden natürlich immer um eBay in Deutschland kreisen: Kurioses, Lustiges, Spannendes, Interessantes und Wichtiges rund um eBay wird damit zu den Themen gehören. Im Vordergrund steht aber das Gespräch mit unseren Followern – welche damit den Themenkreis erweitern und aktiv unsere Agenda beeinflussen können. Beispielsweise planen wir auch Umfragen unter unseren Followern.

4. Was war bisher euer kuriosestes, faszinierendstes oder tollstes Erlebnis auf Twitter?
Wir haben ja gerade erst losgelegt – insofern werden wir sicher noch einiges erleben. Kurios und interessant war aber insbesondere die Reaktion einiger Twitterer an unserem ersten Tag. Einige von Ihnen waren so überzeugt davon, dass es sich bei uns um einen Fake handelt, dass wir echt einige Mühe hatten das auszuräumen. Wir sehen das als unvermeidliche Nachwehen der vielen echten Fakes auf Twitter an – und konnten die Bedenken mittlerweile ausräumen.

5. Was erhofft sich eBay vom Twitter?
Wir erhoffen uns vor allem einen spannenden und direkten Kontakt und Dialog mit unseren Kunden und Followern – und natürlich und nicht zuletzt einen persönlicheren Eindruck von eBay für alle, die uns lesen.

6. Wird man irgendwann per Tweet mitsteigern können?
Eine reine Twitter-Auktion wäre sicherlich mal eine spannende Sache über die man nachdenken könnte. Das reguläre Mitsteigern per Tweet ist nicht geplant.

NGOs

Eigentlich macht einem die Lektüre von Howard Rheingolds Smart Mobs oder Clay Shirkys Here Comes Everybody deutlich, welches Potential das Medium Twitter für die Mobilisierung von Protest besitzt. Merkwürdig, dass die Bewegungen in Deutschland ziemlich lange brauchen, um Twitter zu entdecken. Greenpeace gehört hier auf jeden Fall zu den Pionieren.

Greenpeace Hamburg (@greenpeacehh)

1. Wer steckt hinter dem Account GreenpeaceHH?
Birte Oldenburg, Journalistin in Hamburg, die die Online-Aktivitäten der Greenpeace-Gruppe Hamburg ehrenamtlich aufbaut mit einem Webteam.

2. Warum twittert Greenpeace Hamburg?
Wir wollen „Greenpeace zum Anfassen“ machen, diskutieren und informieren, außerdem suchen wir Verstärkung für unser Webteam.

3. Was gibt es in den Tweets von GreenpeaceHH Spannendes zu lesen?
Dass wir gerade einen Mercedes zum Klimaschwein umrüsten. Dass der neue Fischführer da ist. Oder wir stellen Kampagnen von Greenpeace vor.

4. Was war bisher dein kuriosestes, faszinierendstes oder tollstes Erlebnis auf Twitter?
Die Frage: „Muss ich bei Greenpeace anrufen, wenn ich ne Ölpest auf dem Kaffee hab?“ Die Antwort lautete: „Wir kommen immer gerne, weißt du doch ;)“

5. Lohnt sich Twittern für Greenpeace Hamburg?
Auf jeden Fall, das zeigen die vielen Fragen und Antworten. Mit Greenpeace-Aktivisten über den Umweltschutz zu diskutieren, das wird rege genutzt.

6. Wie sieht ein typischer an GreenpeaceHH gerichteter Tweet aus?
Zum Beispiel eine Frage zu Ökostrom, eine Reaktion auf eine Aktion – oder die Sorge, ob Greenpeace sich mal um den Failwhale kümmern kann… *

7. Welche Anwendung verwendest du zum Twittern?
Am Schreibtisch Twhirl, weil es Zweit-Accounts unterstützt und bei Fragen klingelt. Unterwegs die Summize-Suche nach „greenpeacehh“ oder Twibble.

Und warum twittert Ihr Unternehmen? Weiter geht’s in den Kommentaren.