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Web-Spaß: Die reichen Miezen von Instagram

Wir erinnern uns nur zu gut an rich kids of instagram. Mitte August postete die Tochter von Dell-CEO Micheal Dell dieses Foto ihres Bruders per Instagram auf Twitter, das ihr üppiges Mahl im Flugzeug zeigte.

rich kids of instagram

Kurz darauf erschien das Foto auch bei dem erfolgreichen Tumblr-Blog. Der Daddy war not amused, dass seine Tochter so viel ihres Privatlebens Preis gibt. Folglich wurde Alexa Dell’s Twitter-Account gelöscht, ebenso wie das Foto von der Seite, die die Aufmerksamkeit erst darauf lenkte.

Seitdem ist der Blog allen bekannt. Wer sehen möchte, wie dekadent manche Kinder mit dem Luxus ihrer Eltern protzen, kann dies dort einfach tun. Wie sie aus Schampus-Flaschen auf Samt- oder Leder-Couches trinken, sich auf Booten sonnen, usw. So richtig sympathisch macht sie das nicht.

Jetzt legt ein anderer Blog nach: rich cats of instagram. Auch sie werden in üppigem Luxus gezeigt, garniert mit lustigen Kommentaren über ihre Insignien des Reichtums. Und eine Web-Wahrheit zeigt sich mal wieder: Katzen gehen immer. Niemand kann ihnen böse sein, neidisch sein, oder sie verteufeln. Jeder will Katzen verwöhnen. „You have got to be kitten me right meow“:

rich cats of instagram

ethority Freitags Flash KW 5

Hier die Links fürs Wochenende:

Das ideale Twitter-Modell zum Geld verdienen wird gesucht

>> Alleyinsider

Facebook wird immer mehr zum Spiegel der Realität – Killer kündigt seine Tat an

>> Valleywag

Mal wieder der Vergleich TV vs. Internet! – Doch das Kräfteverhältnis wird immer mehr ein anderes.

>> Inquisitr.com

Dell bastelt an einem I-Phone Killer

>> Iphone-Fan

Twitter und Journalismus – Ein Interview

>> Drehscheibe.org

Achtung Wortungeheuer: Online-Qualitätsjournalismusdauerkrisenheraufbeschwörung

>> Carta.info

Fussballprofi wird Verleger

>> Meedia.de

Starcraft-Studiengang

>> Starcraftwire.net

Viel Spass damit. Ich wünsche allen Lesern ein schönes Wochenende!

Social Media Marketing – es beginnt mit Zuhören

Welchen ersten  Schritt sollten Unternehmen gehen, wenn sie sich entscheiden ihre Marken- und Unternehmenskommunikation in Social Media zu führen? Vielleicht erst einmal ein Weblog integrieren, weil das gerade in Mode gekommen ist, oder sollte man vielleicht eine firmeneigene Online Community gründen? Ein solches Vorgehen würde sicherlich ins Nichts führen. Am Anfang aller Dinge im Bereich des Social Media Marketings muss das Zuhören stehen. Unternehmen sollten erst einmal ihre Zielgruppe in Social Media finden und dieser zunächst zuhören.

Diese These scheint zutreffend zu sein, denn es  geht im ersten Schritt darum Berührungspunkte zwischen Unternehmen und  Marken mit Social Media zu identifizieren. Es sind die markenrelevanten Themen in Foren zu entdecken und die produktrelevanten Blogger zu sichten. Falls sich Marketer entscheiden den zweiten vor dem ersten Schritt zu tun, werden sie auf der Suche nach Erfolg nur im Nebel stochern.  Ohne ein Monitoring und eine Segmentierung der Zielgruppe in Social Media wird man nie in Erfahrung bringen wer die Kommunikationspartner des Unternehmens sind. Lionel Menchaca, der Chief Blogger von Dell, sieht es ganz ähnlich und geht sogar einen Schritt weiter:

Some of those discussions happen with companies that are looking to get into social media. Many companies tend to think that launching a blog is a great starting point. On the surface, it’s logical because blogs are a flexible medium that are designed to facilitate two-way discussions. My advice: listen and engage before you blog.

Lionel schlägt also vor, die erhobenen Daten zu nutzen und an den entsprechenden marken- und unternehmensrelevanten Diskussionen auf Weblogs, Foren und Twitter teilzunehmen. Dieses Vorgehen scheint schlüssig, denn es muss darum gehen die Art und Weise der sozialen Kommunikation zu begreifen und mit Multiplikatoren und Markenevangelisten auf „neutralen“ Plattformen zu kommunizieren. Das Ziel muss es sein in diesem Umfeld authentisch zu kommunizieren und Vertrauen aufzubauen. Vor diesem Hintergrund scheint ein Drei-Stufen Konzept für Unternehmen, die sich an nutzergenerierter Kommunikation beteiligen als zielführend: Zuhören (Monitoring), Verstehen (Aufbau von Vertrauen), Kommunizieren (Kommunikation von der eigenen Plattformen). Mitmenschen lernt man schließlich auch offline erst auf neutralen Grund kennen bevor man sie nach Hause einlädt. Das Gleiche gilt auch für den Bereich Social Media. Erst sollte die Marke bzw. die Menschen hinter Marke Vertrauen schaffen, um dann im finalen Schritt den User auf ihren Corporate weblog oder die branded Community zu lenken.

Obamas Ideensturm – digitales Crowdsourcing in der Politik

Starbucks macht es, Tchibo setzt es auch ein und nun auch der zukünftige 44. Präsident der Vereinigten Staaten. Crowd Sourcing heißt das Zauberwort und bei Barack Obama ist es die Plattform citizens briefing book. Auf dieser Plattform werden die Bürger der USA dazu aufgefordert Verbesserungsvorschläge in alle Politiktfelder einzubringen. Von wirtschaftspolitischen Themen über sozialpolitische Anliegen bis zur Außenpolitik – auf der präsidentiellen Crowdsourcing Plattform können Bürger ihre Reformvorschläge äußern und sie von anderen Usern bewerten lassen. Mittlerweile sind bereits über 44.000 Ideen von Usern auf dieser Plattform formuliert worden, auf die schon über 120.000 User mit ihrem Voting reflektiert haben.

Die momentan populärste Idee auf der Obama-Plattform ist die Forderung nach der Legalisierung von Marihuana. Auf Platz 2 der populärsten Ideen folgt die Forderung, dass die USA zum grünsten Land der Erde wird. Ob die populärste Idee nun wirklich die Politik der USA verbessern wird, wage ich zu bezweifeln. Die Entwicklung einer solchen Plattform passt trotzdem haargenau in die Kommunikationsstrategie von Barack Obama. Von Anfang an gehörte  Social Media für das Beraterteam um Obama zu einem der zentralen Tools in der Ansprache von Wählern. Aus diesem Grund ist die Entwicklung der aktuellen Plattform nur der logische Schritt in der Social Media Strategie von Obama.
Nicht nur der neue  amerikanische Präsident versucht seine Kundschaft in die Produktentwicklung und Serviceoptimierung zu integrieren. Die freie Wirtschaft entdeckt auch immer häufiger den Vorteil von Kundenfeedback bzw. von CRM im Bereich von Social Media. Natürlich stehen hier an erster Stelle Dell, aber auch Otto, Tchibo und Fiat kommunizieren mit ihren Usern um erfolgreiche um marktfähige Produkte zu generieren. Der Vorteil eines solchen Vorgehens ist in diesen Medien nur allzu naheliegend. Es gibt kaum ein besseres Umfeld, um auf direkte Art und Weise mit seiner Zielgruppe und Kunden zu kommunizieren. Ich bin überzeugt davon, dass Social Media und CRM in Zukunft Hand in Hand gehen werden.

Die Social Media Flops des Jahres und ein paar Ausnahmen

Verärgerte Mütter versetzen Johnson & Johnson Marketer in Angst und Schrecken

Procter & Gamble haben in Sachen Performance im Social Network Advertising noch viel Luft nach oben.

Wer hätte das gedacht – dem Wahlkampfteam um Barack Obama fehlt es tatsächlich an Verständnis für Online Reputation

CNN fällt auf eine nutzergenerierte Falschmeldung rein und verursacht einen Apple Kurssturz

Exxon wird ohne sein Wissen das Social Media Steuerruder aus der Hand genommen.

Tomatenpflücker Mindestlohn. Burger King Mitarbeiter wird bei seinen anonymisierten Social Media Aktivitäten enttarnt.

Wegen Facebook Bildern ins Gefängnis. US- Staatsanwalt durchforstet Netzwerk Profile

Das Baby Camp Einladungschaos bei Blogger – Johnson & Johnson die Zweite. Johnson and Johnson to bloggers: Hurry up and get dis-invited

Burger Kings Whoppervirgins bekommen auf Twitter eine Eigendynamik

Gebärmutterhalskrebsimpfung – Oglivy verscherzt es sich mit deutscher Blogosphäre

Neben diesen Negativ-Beispielen gibt es aber sicherlich auch Unternehmen oder Personen die sich im Bereich Social Media besonders positiv hervorgetan haben:

Von Dell Hell zu Ideastorm – Dank Richard Binnheimer versteht Dell Social Media

Comcast muss nicht mehr sterben – Frank Eliason und Comcast Care kommt bei den Kunden an

Feuermelder Twitter – Ford hat Monty Scott

Der bekannteste Coffeeshop der Welt hört zu – starbucksidea.com verbindet Kunden und Produktmanager.

Wer noch andere besonders gelungene oder mißlungene Social Media Gehversuche 2008 kennt, darf diese in den Kommentaren gerne ergänzen.

Wieso nutzt Dell eigentlich Social Media – drei Gründe

Dass Dell beim Einsatz von Social Media im Bereich von CRM und Marketing in seiner Branche weit vorne liegt, sollte mittlerweile hinlänglich bekannt sein. Das Interview mit Richard Binnheimer auf dem Online Marketing Blog unterstreicht nur noch stärker meine Einschätzung in Bezug auf den amerikanischen Computerhersteller: Dell hat es verstanden! Besonders interessant und erhellend fand ich den mittleren Teil des Interviews. Hier führt Binnheimer die Gründe an, die Dell bei der Entscheidung für den Einsatz von Social Media geholfen haben.

1. The Magnitude of Change: One billion people are now online — a figure that will double by 2011. In fact, every day 500,000 new users come online for the first time. Content is exploding. There was more content on YouTube in 2006 than on the Web in 2000. This represents a significant shift in what we think of as media, or put another way, what and how people get information. Taken together, we are experiencing changes to the dynamics of how we process information to form opinions.
News cycles can start from anywhere today. News and conversations are not just local/regional, they are global. Single blog posts can have as much power as major news stories. People are publishers, content providers and decision-makers. There are additional and new news cycles, and a proliferation of outlets for information. There is a rapid and continuing democratization of information.
This global information technology infrastructure enables individuals to connect and converse using all kinds of social media. They are forming new communities, their own communities, sharing information in ways they care about and make sense to them. These communities shape debates, impact perspectives and perceptions. The numbers and connectedness are of such a magnitude that public opinion and perceptions can be influenced and changed by “each other,” not controlled by others (and, I think this is a good thing, by the way).
2. The Value of Personal: I personally believe social media is contributing to a significant change that take us from what I call the “traditional, rational, objective, institutional” perspective to a more “subjective, emotive, personalized and human” perspective.
The move from “objective,” fact-based, third party reporting and commentary (traditional media/advertising/controlled messages/interruptions) to individual, “subjective,” and “crowd sourced” perceptions is very powerful. Perceptions are no longer just reality. They are real. The “new facts” are based on real interactions and experiences that people share with each other. Perceptions (“my real experience and my views) gain legitimacy and value and become a part of the larger community’s “facts.” For more on the importance (and inherent value) of perceptions in social media check these links.
If you are not persuaded by the trend data, directions and changes occurring, I would pose this question, rhetorically. I call it the customer question.
3. Connecting with Customers: Since when did any business not want to connect with its customers? Seriously, what is the issue here? Do we need to justify using today’s efficient, effective and readily available technology to spend 30 minutes or couple hours a day connecting with real customers?
No one has yet to explain to me why they should not use social media as a way to connect with their customers. We could leave this point hang and let it stand on its own. I think it speaks volumes.
However, lets flesh it out a bit. Connecting and communicating with customers is about more than merely meeting customers’ expectations today. Social media is an ideal tool to reach customers more quickly, efficiently, frequently and cost effectively.
Even more importantly than its efficiency and cost-effectiveness, social media is an ideal tool to listen, learn and engage in real conversations with customers. Does someone need to justify that?
Here is an example: If a conversation occurs in a Minneapolis Starbucks about the new Dell mini, I can’t hear it, nor be informed by it. On the other hand, if that same conversation starts in Minneapolis (or China) with a post on a blog, Twitter, Friendfeed, Facebook or wherever, not only can I listen and learn, I can act and join the conversation.
We can immediately take the information and do what we need to – fix something, thank the customer for positive feedback, correct misinformation, whatever might be relevant. It’s like having Dell customers from anywhere in the world walking the halls of our offices in Round Rock, TX. How cool is that? But the result is better than cool. The immediacy of online listening means we can continuously build a better business based on real time customer input.
One further thought, beyond listening and learning, I’d also highlight the benefits of engaging in online conversations using social media. If your customers are connecting with each other, why not join them? At a minimum you are forming a relationship, and more broadly, a community. There are all kinds of benefits to deeper and interactive relationships. One of my colleagues likes to say, “we used to host, prepare and serve the dinner party. Social media allows us to come to the party, join the conversation in a more relaxed manner and be part of it.”

Die drei angeführten Gründe treffen den Nagel auf den Kopf: die Verschiebung des Mediennutzungsverhaltens der Konsumenten, der immense Wert authentischer Kommunikation und schließlich die direkte Verbindung zum Kunden. Genau diese Tatsachen sprechen das entscheidene Plädoyer für einen festen Platz von Social Media im Marketingmix
Dieses Plädoyer sollte Marketer auch hierzulande aufhorchen lassen. Alle drei Gründe sind nämlich keine Spezifika die nur in USA gelten, die Entwicklungen gelten genauso in Deutschland.
Die Veränderung der Mediennutzung der Konsumenten birgt dabei weniger Gefahren, sondern vielmehr noch nie vorhandene Möglichkeiten. Nie war es einfacher seinem Kunden zuzuhören und mit ihm in einen direkten und persönlichen Dialog zu treten – kosteneffizient und mit wesentlich weniger Streuverlusten. Doch sollte man nicht vergessen, dass Dell diese Erkenntnis nicht wie Manna vom Himmel gefallen ist, denn Dell musste auch erstmal durch die Dell Hell gehen, um die jetzigen Einsichten zu erlangen. Wer das ganze Interview lesen möchte, kann das hier machen.

Social Media & Dell – Liebe auf den zweiten Blick

Dell wird sich weiterhin stark im Bereich Social Media engagieren. Die Erfolgsgeschichte rund um Idea Storm gibt dem US- Computerhersteller Recht.
In einen Vodcast von Jeremiah Owyang berichtet Bob Pearson Vice President Communities & Communications bei Dell über die positiven Erfahrung, die Dell mit der Teilnahme an den digitalen Kundengesprächen gemacht hat.
Nachdem letzte Woche schon die ersten Zahlen bezüglich dem Erlös von Dells Twitter Sale kursierten, spricht Bob Pearson hier Klartext. Es sind mittlerweile nicht nur 500.000 $ Umsatz, sondern Dell hat mittlerweile schon über 1.000.000 $ Umsatz mit ihrem Twitter Sale gemacht.

Alles weitere im folgenden Vodcast:

In Krisen liegen Chancen – Unternehmenskommunikation und Social Media

Erst aus Schaden wird man klug – das schreibt der influential marketing blog im Bezug auf Unternehmensnutzung von Social Media und liegt damit völlig richtig. Kommunikationskrisen von Marken können zu neuen Vorgehensweisen in der alltäglichen Arbeit  der Markenkommunikation führen. Dell und Comcast haben es gezeigt. Beide Brands sind schließlich nicht auf Grund  einer besonderen Kreativität  auf die Nutzung von Social Media als relevanten Kommunikationskanal gekommen. Comcast wie auch Dell mussten  erst zu spüren bekommen, was es bedeutet, Kommunikationskrisen in Social Media zu erleben. Ob es nun Clips von brennenden Laptops oder von im Einsatz schlafenden Monteuren von Comcast  auf YouTube waren – beide Brands sahen ihre Reputation durch diese Social Media Aktivitäten von Usern und Konsumenten nachhaltig in Gefahr. Daher waren diese beiden Brands gezwungen zu handeln. Sie wurden also erst durch den Schaden klug.
In Deutschland behandelt die Mehrheit der Kommunikationsverantwortlichen das Thema Reputationsmanagement in Social Media immer noch eher stiefmütterlich. Exemplarisch für diese Einschätzung waren meine Erfahrung auf der  PRofile 08 . Ein Schwerpunkt dieses Kongresses war der Umgang von PR mit Social Media. Das Ergebnis war schlicht weg ernüchternd. Gebetsmühlenartig wurde die fehlende Relevanz von Social Media für die PR und Unternehmenskommunikation der eingeladenen Sprecher betont. Besonders die Unternehmenssprecherin von Melitta Kaffee, Frau Anette Kahre tat sich meiner Meinung nach besonders hervor. Zwar würde Melitta schon Blogs beobachten, aber am Ende des Tages wäre Social Media ja eher ein Marketing Thema. Die Chefkommunikatorin des Kaffeerösters hat das Thema Social Media anscheinend noch nicht wirklich verstanden. Zuallererst sind Blogs nur ein Teil der nutzergenerierten Kommunikation und zweitens ist Social Media ein Marketing- und  Kommunikationsthema. Wie ich schon des Öfteren geschrieben habe sind PR und Marketing in den nutzergenerierten Kanälen zwei Seiten einer Medaille. Der Nutzer von Social Media Plattformen ist nämlich nicht nur Kunde und Zielgruppe des Marketingdepartments, sondern eben auch relevanter Multiplikator von Reputation und Issues.
Ich nehme an dieser Stelle mal Melitta als Beispiel für einen hypothetischen Krisenverlauf. Wie könnte sich nun eine Krisensituation, wie sie Comcast und Dell durchgestanden haben, auf das Verhalten und die Strategie der Melitta-Kommunikation auswirken?
Frau Kahre würde vielleicht merken, dass ihre klassischen Presseclipping bei Weitem nicht mehr ausreicht, um die Entwicklung von Issues auf allen relevanten Kommunikationsplattformen zu registrieren. Durch den erlittenen Reputationsschaden würde sie merken, dass sich Nachrichten in Social Media wie ein Flächenbrand innerhalb von Stunden ausbreiten und dabei immense Reichweite erreichen können. Aus diesem Grund wird sie auf ein Social Media Monitoringtool zurückgreifen, welches ihr ermöglicht in Echtzeit die Entstehung einer Kommunikationskrise zu antizipieren.
Sie würde merken, wie wichtig es ist, neben den Kontakten in den klassischen Medien, die Stakeholder für Melitta auf den Social Media Plattformen zu kennen. Wie bei dem Umgang mit den klassischen Medien, wüsste Frau Kahre, dass sie genauso den Kontakt zu den Influencern in den nutzergenerierten Medien pflegen muss. Nur durch die Pflege des Kontakts zu den entsprechenden Social Media Multiplikatoren wird Frau Kahre die Chance haben, dass man ihr bei einer aufkommenden Krise auch zuhört. Kennt man seine Influencer nicht, so vergrößert sich die Gefahr eines unkontrollierbaren Flächenbrands immens.
Eine solche Krise würde Melitta dafür sensibilisieren, dass der einzelne Blogger oder Forenposter der Anstoß sein kann,  den Stein ins Rollen zu bringen. Jede Äußerung muss daher ernstgenommen und beobachtet werden. Es sind halt nicht mehr länger die klassischen Medien die Krisen transportieren, sondern es können sehr wohl auch die eigenen Kunden sein. Qualitätsverlust hin oder her –  der Bürgerjournalismus wird zu einem relevanten Kommunikationskanal.
Ich habe den Eindruck, dass die Trauer um die Umwälzung im gesellschaftlichen Medienkonsum, mit dem angeblich einhergehenden Qualitätsverlust, eine Schutzbehauptung von vielen professionellen Kommunikatoren ist. Vielmehr handelt es sich hierbei um fehlende Strategien vieler PR Agenturen und Unternehmenskommunikatoren, die aus  Unwissenheit Rund um das Thema Social Media resultieren. Dabei sollten sie sich im eigenen Interesse  mit dem Thema auseinander setzen, bevor es sie kalt erwischt.
Da halte ich es wie Brian Solis: Engage or Die.
Die Mehrheit der Kommunikationsverantwortlichen wird sicherlich auch in Deutschland erst dann aktiv werden, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist.