Warum Sie Google+ noch nicht abschreiben sollten

Es heißt ja immer: Zahlen lügen nicht. Basierend auf dieser einfachen Aussage, ist Google+ doch keine virtuelle Geisterstadt. Dabei scheinen jedoch immer mehr Marketer genau dieses Gefühl zu haben.

Nach Meinung der US-Markforscher von Forrester Research liegen sie damit allerdings falsch. So befragte der Analyst Nate Elliott 60.000 Online-Erwachsene in den USA und kam zu dem Ergebnis, dass 22 Prozent von ihnen im vergangenen Monat das Social Network der Suchmaschine besucht hätten.

Damit käme Google+ auf einen ähnlichen Wert wie LinkedIn, Pinterest oder Instagram. Weiter schreibt er in seiner Analyse: „That means you can build a real follower base on Google Plus: On average, top brands have collected 90% as many fans on Plus as on Twitter. (In fact, the brands we studied have more followers on Google Plus than on YouTube, Pinterest and Instagram combined.)“

Fassen wir also noch einmal zusammen. Nach Meinung von Forrester Research ist es tatsächlich Möglich bei Google+ eine ähnliche Fanbase aufzubauen, wie bei Twitter. Das ist eine sehr gute Nachricht für alle Marketer und Social-Media-Manager, die immer auf der Suche nach Alternativen für Facebook sind.

Zudem untersuchte Elliott das Brand Engagement. Und auch hier schnitt Google+ viel besser ab, als die meisten wohl gedacht hätte. Aber sehen Sie selbst.

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Live-Statistiken: Das passiert gerade im Social-Web

Via Twitter schrieb Seriengründer Ibrahim Evsan am Dienstag: „Für die Leute die Zahlen lieben. Was passiert gerade im Social Web ☺ Viel Spaß dabei“. Dazu gab es noch den Link Internetlivestats.com. Recht hat der Mann. Hinter dem Link verbirgt sich ein wahres Universum für Zahlen- und Social-Media-Fans. Das Angebot besteht ausschließlich aus Statistiken und passenden Hintergrund-Infos. So gibt es einen Zähler, der die Anzahl der registrierten Domain anzeigt, einen für die täglichen Google-Suchen, der gesendeten Tweets oder der hochgeladenen Instagram-Bilder. Bildschirmfoto 2014-03-25 um 19.46.38 Man darf allerdings nicht Fehler machen zulange auf die Seite zu sehen. Da wird einem ganz kirre. Immerhin ist es erschreckend zu sehen, in welcher Geschwindigkeit sich das Internet entwickelt. Die eigene Arbeit wirkt auf einmal richtig klein dagegen. Allerdings ist es auch ab und an ganz heilsam die schiere Größe des Social-Webs derart vor Augen geführt bekommen. Neben der Live-Einstellung, zeigt die Seite allerdings auch, was innerhalb von einer Sekunde passiert. Zudem gibt es eine Sektion mit Trends. Dort gibt es zu ein paar Zahlen noch einige spannende Hintergrundinformationen. Bildschirmfoto 2014-03-25 um 19.46.21 Zum Thema Internet-User ist so unter anderen zu erfahren, dass mittlerweile rund 40 Prozent der Weltbevölkerung einen direkten Internetzugang hat. 1995 waren es noch unter einen Prozent. „The number of internet users has increased tenfold from 1999 to 2013. The first billion was reached in 2005. The second billion in 2010. The third billion will be reached in 2014.“

Die Halbwertzeit eines Tweets liegt bei 24 Minuten, bei einem Facebook-Posting sind es 90 Minuten

Diese Zahlen sollten alle Marketers, Social-Media-Experten und Community-Manager kennen. Wismetrics hat untersucht, wie lange die Halbwertszeit eines Tweets bzw. eines Facebook-Postings ist.

Grundsätzlich unterscheiden sich beide Formen des Social-Postings ungemein. So setzt Twitter auf einen ungefilterten News-Stream. Alle 140-Zeichen-Meldungen werden einfach der chronologischen Reihenfolge nach gezeigt. Zudem mischt sich der Kurznachrichtendienst nicht in die Frage ein, welches Postings ein Nutzer als wichtiger empfinden könnte.

wisemetrics

Das ist bei Facebook anders. Das weltweit größte Social-Network trifft immer eine Vorauswahl, wer welche Postings sehen darf. So gut wie niemals sehen Fans oder Freunde alle Postings einer Person oder Marke. Nach welchen Kriterien Facebook entscheidet, wer welche Statusmeldungen sehen darf, verraten die US-Amerikaner allerdings nicht.

Die Folge ist, dass die Sichtbarkeit eines Postings, dass es in den Newsstream eines Nutzers schaffte deutlich länger ist, als bei Twitter.

In ihrer Analyse kam Wismetrics zu dem Ergebnis, dass die Halbwertszeit eines Tweets bei 24 Minuten liegt und bei einem Facebook-Posting bei 90 Minuten. Sehr spannend zudem ist der Fakt, dass ReTweets und andere Erwähnungen für einen Tweet zu 75 Prozent in den ersten drei Stunden nach dessen Veröffentlichung erfolgen.

SEO & Social Media: Google-Ranking mit Social Signals steigern

Viele Betreiber von Webseiten (insbesondere von kleineren und mittelständischen Unternehmen) werden sich immer wieder Fragen wie diese stellen: „Wie kann ich Social Media sinnvoll und vor allem mit einem hohen ROI einsetzen? Lohnt es sich denn überhaupt diesen Aufwand zu betreiben? Unsere Zielgruppe sind Ingenieure, von denen hat doch keiner Zeit noch auf Facebook, Twitter, Google+ oder Youtube herum zu springen…“

Mal abgesehen von all den positiven Aspekten des „Engagen(s)“ mit der Zielgruppe, welche wir hier im Blog schon öfter besprochen haben, bietet Social Media auch knallharte und meßbare Kriterien, um den Erfolg und die Performance der eigenen Webseiten im Google-Ranking zu steigern. Eine schöne Case Study von Moz.com zeigt die folgende Infografik. Es wurden 6 branchengleiche Webseiten mit Social Media Aktivitäten unterstützt.

Ergebnis:
– 100 Google+ Followers = 14,63% (Steigerung im Google Ranking)
– 300 Google+ Votes/+1 = 9,44% (Steigerung im Google Ranking)
– 70 Facebook-Shares & 50 Facebook-Likes = 6,9% (Steigerung im Google Ranking)
– 50 Tweets = 2,88% (Steigerung im Google Ranking)

Fazit: Vor allem die Google+ Aktivitäten zahlten auf das Ranking ein. Sicherlich wird es einfacher sein mit Facebook zu agieren, da die Penetration von Google+ in Deutschland noch nicht sonderlich hoch ist. Denn noch, Retweets, Google+’s, Facebook Likes und Shares haben eine große Auswirkung auf das Ranking insbesondere bei nicht so hart umkämpften Keywords.

SEO & Social Media - Mit Social Signals Rankings steigern

Frage: Insbesondere würde mich natürlich interessieren welche Erfahrungen ihr beim Zusammenspiel von Social Media und SEO, insbesondere dessen Einfluß auf das Ranking gemacht habt? Schon mal Danke im Voraus für Kommentare, Anmerkungen oder Links zu anderen Case Studies. Stay tuned! 😉

Evolution: ethority global expansion 2014

Vielen Mitstreitern der „Media Zunft“ (und darüber hinaus) ist unser Social Media Prisma ein Begriff und jeden Tag freuen wir uns über euer Feedback, Kommentare, Erwähnungen, Ideen und Anregungen. Ohne unser Team, unsere großartigen Kunden und Euch, den zahlreichen Fans und Followern, wäre ein solcher Erfolg über die Jahre nicht möglich gewesen! Vielen Dank!

ethority reinvention

ethority wird den vor drei Jahren begonnenden Weg der globalen Expansion fortführen. Dafür werden wir in den nächsten Wochen und Monaten nicht nur neue Services, Kampagnen und Plattformen starten, sondern auch das Corporate Design überarbeiten. Stay tuned!

Community Manager: 5 Skills für mehr Erfolg in Social Media

Jeder Marketer der in der Verantwortung für die Vitalität und das Wachstum einer (Branded) Community steht, weiß wie schwer es ist, sich auf die unterschiedlichen Typen einzustellen und den richtigen Umgang mit der Community in Abhängigkeit von der jeweiligen Stimmung oder Tageszeit zu pflegen. Ob Markenfan oder kritischer Kunde, so braucht doch jeder eine individuelle Ansprache/Austausch und vor allem das Gefühl, Gehör zu finden bzw. beachtet zu werden. Das agile Community Management geht in seiner Anforderung an den Community Manager über die Fähigkeit einen Post zu formulieren und abzusetzen, weit hinaus.

5 Skills eines Community Managers, die den Erfolg in Social Media ausmachen…

1. Persönlichkeit: Hohe soziale Kompatibilität, Humor, Freundlichkeit, vielseitiges Interesse an unterschiedlichsten Themen sollte er besitzen und Spaß daran haben, ein intelligenter und guter Unterhalter zu sein.

2. Autorität: Der Community Manager sollte mit der Kompetenz ausgestattet sein, im Namen des Unternehmens auch ohne große Verzögerungen und Abstimmungsschleifen in der Kommunikation der Community gegenüber zu agieren.

3. Empathie: Er sollte sich sehr gut auf die Bedürfnisse, Interessen und Anliegen der Community-Mitglieder einstellen können und frühzeitig Stimmungen erkennen, um entsprechend kompetent darauf reagieren zu können. Diskurse vermeiden! Der empathische Community Manager hat einen großen Einfluss auf das Wachstum der Community und kann eine echte Gemeinschaft aufbauen, die von ihren aktiven Beziehungen der Mitglieder untereinander lebt, belebt wird und organisch wächst.

4. Networker/Connector: Gemeinsamkeiten innerhalb der Community schnell  erkennen, Initiative ergreifen und Verbindungen schaffen – eben Leute mit gemeinsamen Interessen erkennen und zusammen bringen. Die Fähigkeit ein agiles Netzwerk formen zu können, wird sich in dauerhaften Verbindungen und letztendlich in begeisterten und engagierten Fans auszahlen.

5. Kreativität: Kreativität ist so wichtig und wird doch zu oft unterschätzt, denn das Finden, Verfassen und Vernetzen von attraktiven digitalen Inhalten ist von größter Bedeutung. Bei der massiven Zunahme von digitalem Content, sind die eigenen Inhalte in ständiger Konkurrenz zu allen anderen digitalen Angeboten und Inhalten. Es wird also immer schwieriger der eigenen Message Gehör zu verschaffen, aber noch viel wichtiger einen hohen Interaktionsgrad innerhalb der Community zu etablieren. Um ansprechende Inhalte zu entwickeln zu können braucht es also viel Kreativität, journalistisches Geschick beim Texten und nicht zuletzt redaktionelles Know How, um spannende aktuelle und ansprechende Geschichten mit der Community zu teilen. Sicherlich die wichtigste Eigenschaft, die ein Community Manager besitzen sollte.

Fazit: Das Wachstum und die Vitalwerte einer Community sollten regelmäßig geprüft werden, um zu evaluieren welche Kriterien das Community Management schon jetzt erfüllt und wo noch Optimierungsbedarf besteht.

  1. Community-Vitalwerte kontinuierlich quantitativ erfassen (KPIs)
  2. Qualitative Analyse der Erwartungen an die Marke/Themenfelder/Inhalte (Insights)
  3. Erkenntnisse in konkreten operativen Maßnahmen wie z.B. Redaktionsplan, Themenradar oder Aktionen/Kampagnen berücksichtigen (Operations).

Notiz: Die besten Erfahrungen bei der Optimierung des Community Managements unserer Kunden haben wir mit Workshops unter Leitung unserer erfahrenen Senior Berater (Journalisten/Redakteure/Marketer/Analysten) gemacht.

Diese Workshops haben sich bei unseren Kunden und Agentur-Partnern als das beste operative Tool herauskristallisiert und wurden von den Community Managern mit Begeisterung angenommen ->Hoher Mehrwert durch direkten KnowHow-Transfer mit ganz praktischen HowTo-Anleitungen.

Infographic von GetSatisfaction – Many Hats of Community Manager:

Many Hats of Community Manager Infographic by GetSatisfaction

Unser Social Media Prisma Version 5.0 ist da!

Pünktlich zur dmexco wurde es wieder Zeit für ein Update unseres Social Media Prismas.

Es hat sich viel getan seit dem ersten Prisma 2009. Plattformen kamen und gingen. Und so gab es auch dieses Mal wieder einige Änderungen.

Die wichtigsten gleich vorweg: Die Aufnahme von „Apps (mobile)“ in unser Social Media Prisma spiegelt die hohe Nutzung von Smartphones wieder. Über 50% aller Facebook-User gehen über ihr Mobiltelefon online aber auch Twitter und Google Plus sind mobil weit verbreitet. Services wie Instagram spielen für Social Media eine Rolle, die nicht als zu gering einzuschätzen ist, aber auch Foodspotting, Runtastic, Pocket und Flipboard sind eine enorme Bereicherung für die Social Media Nutzung.

„Social Media Tools“ ist insbesondere für Social Media Profis von Bedeutung. Mit ihnen lassen sich die Vielzahl an Kanälen effizient managen ohne den Überblick zu verlieren. Dienste wie Klout, Kred, Tweetgrader & Co. trennen in dieser Überfülle an Social Media Nutzern dabei die Spreu vom Weizen. Wer hat wirklich etwas zu sagen in Social Media? Welche Companies haben eine wirklich hohe Reichweite? Und wer ist in welcher Branche ein wahrer Influencer? Und so fand auch die Kategorie „Influence“ Eingang in unser Social Media Prisma Version 5.0.

Dafür nahmen wir die Kategorie „Blog Search“ heraus und fassten „Reviews / Ratings“ und „Special Interest Reviews“ ebenso zusammen wie „Browser Gaming“ und „Social Gaming“. Auch dank Eurer Hinweise berücksichtigten wir bestimmte Plattformen, während andere hinaus fielen. Deshalb freuen wir uns auch dieses Mal wieder über eure Kommentare. „Crowdsourced Content“ eben.

Social Media Prisma für Deutschland Version 4.0

Es ist wieder so weit. Die Social Media Welt verändert sich rasend schnell und ständig entstehen neue bedeutende Plattformen während andere verschwinden. Deshalb bieten wir nun das Social Media Prisma für Deutschland in der Version 4.0 an.

Wir berichteten auf unserem Blog bereits über Pinterest (Teil 1, 2 und 3), welches in der Version 3.0 noch nicht enthalten war. Die Image-Sharing-Plattform hat weltweit innerhalb kürzester Zeit die 10 Mio.-Zahl der User geknackt und stand Ende Februar bei 17,8 Mio. Benutzern. In Deutschland sind es derzeit immerhin 1,4 Mio.

Auch in unseren Top 20 Social Media Plattformen tauchten einige auf, die damals noch nicht von der hohen Bedeutung waren, wie es heute ist. Darunter DailyMotion, Orkut und Photobucket. Sie haben in Deutschland zugelegt, weshalb wir sie im Prisma integrierten.

Ihr könnt euch die Version 4.0 des Social Media Prismas für Deutschland hier herunterladen, wir freuen uns über eure Kommentare und teilt es euren Freunden mit.

Deutsches Social Media Prisma 4.0

Deutsches Social Media Prisma 4.0

Google Analytics soll jetzt auch den ROI analysieren

Google hat die Zeichen der Zeit erkannt. Die Frage nach den Return on Investment (ROI) bei Social Media-Kampagnen ist wohl eines des wichtigsten Themen des Jahres. Denn viele Unternehmen sehnen sich geradezu nach funktionierenden und einfachen Lösungen.

So kommt eine neue Untersuchung von Iron Mountain zu dem Schluss, dass die meisten europäischen Unternehmen nach wie vor nicht wissen, wie sie mit Daten aus sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder XING umgehen sollen. „Zwar sind sich 94 Prozent (europaweit 86 Prozent) der in der Studie befragten deutschen Unternehmen darüber bewusst, dass Kommunikation über Social Media-Kanäle unter Umständen als formaler Geschäftsvorgang einzuordnen ist“, heißt es in dem Papier. „Gleichzeitig sehen sich aber 72 Prozent der deutschen Unternehmen (europaweit 63 Prozent) nicht in der Lage, die in sozialen Netzwerken ausgetauschten Daten und Informationen entsprechend zu erfassen“.

Tatsächlich existieren längst Tools und Lösungen mit denen sich sehr exakt der ROI fast aller Social Media-Kampagnen messen lassen. Unser gridmaster ist beispielsweise eines.

Solche Angebote wie unsere und andere Monitoring-Tools befriedigen ein immer größer werdendes Bedürfnis. Google will in diesem Markt jetzt auch mitmischen und bohrt deshalb sein Analyse-Tool Google Analytics auf. Denn schon bald soll es auch den ROI messbar machen. Allerdings nur bei einigen weniger wichtigen Quellen wie Blogger.com. Eine tiefe Anaylse von Top-Angeboten wie Facebook oder Twitter ist noch nicht möglich.

„Google Analytics will damit nach eigener Aussage die Lücke zwischen Social Media und den belastbaren Geschäftskennzahlen schließen“, schreibt t3n. „Gelingen soll dies, indem der Traffic, der über die verschiedenen sozialen Kanäle reinkommt, nicht nur gemessen, sondern auch weiterverfolgt wird.“ So sollen sich direkte Rückschlüsse auf die Conversions-Rate schließen lassen.

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Google verspricht Rückschlüsse auf den Social Value

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Besucherzahlen aus dem Social Web

Tatsächlich ist der ROI ist jedoch nur eine Seite der Medaille, die andere sind die Key Performance Indikatoren (KPI). Denn ohne sie ist kaum eine relevante und nachvollziehbare Erfolgsmessung von Social-Media-Kampagnen möglich. Möchte man diese messen, so hilft Google Analytics hier noch nicht weiter. Dazu greift man besser zu etablierten Monitoring-Tools, wie etwa unserem gridmaster. Diese können neben dem ROI auch Sentiments, Buzz, Demographie, Trends und semantische Daten erheben. Nur so können die Aktionen auch wirklich nachhaltig und zielorientiert platziert werden. Global betrachtet geht es immer darum: Brand Awareness, Sales, Profit, Kundenzufriedenheit und -Loyalität zu steigern. Noch immer definieren jedoch viele Unternehmen bei der Erfolgsbewertung von Kampagnen die reine Masse der drei F (Friends, Follower und Fans). Ob bei Facebook oder Twitter – die reine Anzahl der Freunde, Anhänger oder Follower sagt wenig über deren Interaktionsrate aus.

Mit den fünf wirklich wichtigen Standard-KPIs scheint das neue Google-Tool offenbar nicht zurecht zu kommen. Heißt: Das neue Angebot krazt nur an der Oberfläche. So einfach die Bedienung von Google-Analytics auch immer ist, ersetzt es jedoch nicht ein ausgefeiltes Profi-Tool. Tatsächlich hat das neue Angebot der Web-Company das Zeug den vielen rudimentären Monitoring-Angeboten, denen die nötige Tiefe fehlt, künftig das Leben sehr schwer machen können.

Top 20 der globalen Social Media Sites – Netzwerke und Videos dominieren

Netzwerke und Videos dominieren die Social Media. Gemeinsam machen sie über 50% der weltweiten Nutzung der Top 20 Social Media Plattformen aus. Wikis, Blogging-Plattformen und Micro-Blogging-Dienste folgen. Im Rahmen der ethority-Studie zur Nutzung und Bedeutung der verschiedenen Plattformen und Kanäle stand die Frage im Vordergrund: Welche Plattformen und Kanäle werden monatlich am häufigsten genutzt und wie hoch ist die Anzahl der Unique Visitors? Diese Zahl sagt mehr darüber aus, wie erfolgreich eine Plattform tatsächlich ist, als z.B. die Anzahl der bestehenden (aktiven/inaktiven) Nutzer-Accounts (z.B. Facebook: 850 Mio) oder die Anzahl der reinen Pageviews.

Wenig überraschend erscheinen uns die Top 5: Facebook liegt mit 950 Mio. Unique Visitors auf Platz Eins, YouTube rangiert auf der Zwei mit 880 Mio. und auf Rang Drei finden wir, schon etwas abgeschlagen, Wikipedia mit 410 Mio. Besuchern. Blogspot, mit 340 Mio. Besuchern die größte Blog-Plattform weltweit, nimmt den vierten Platz ein und das Micro-Blogging-Portal Twitter ist Fünfter.

Google+, von vielen totgesagt, hat mit immerhin ca. 90 Mio. Besuchern innerhalb kürzester Zeit einen respektablen achten Platz erobert. Doch bereits kurz dahinter folgt ein Kanal, der in Deutschland nicht besonders bekannt ist: Dailymotion. In Tunesien, Frankreich, der Türkei, Belgien, Marokko, Algerien und Pakistan steht Dailymotion bei Alexa unter den Top 50 Seiten, in Deutschland nur auf Platz 151 und den USA gar auf der 214. Badoo, im Mittelmeerraum, in Kamerun und Lateinamerika beliebt, und Orkut, das hauptsächlich in Brasilien genutzt wird, sind ebenfalls Kanäle, die weltweit unter den Top 20 Social Media Plattformen zu finden sind, aber in Deutschland nur wenig frequentiert werden.

Social Media Top 20 sites 2012 infographic

Social Media Top 20 sites 2012 infographic

Die Grafik zeigt zum Einen, welche die Top 20 Social Media Plattformen sind und wie sich die Nutzung auf die verschiedenen Kategorien verteilt. So entfallen 36% der Social Media Nutzung auf Netzwerke und 27% auf Video-Sites. Blog-Plattformen sind mit 15% bedeutsamer als Wikis, die immerhin auf 12% kommen und damit noch vor Micro-Blogging-Diensten mit 5% rangieren. Die Kategorie Sonstige besteht aus Picture-Plattformen wie flickr und Photobucket, der Foto-Pinnwand Pinterest, Review Sites wie tripadvisor und den Content-Plattformen Scribd und Slideshare.

An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass häufig genutzte Apps wie Foursquare und Instagram hier nicht vertreten sind. Instagram hat 9,9 Mio. Unique Visitors (27 Mio. Nutzer-Accounts) und Foursquare 5,6 Mio. (15 Mio. Nutzer-Accounts). Da sie auf mobilen Geräten genutzt werden und den Besuch der Seite nicht extra erfordern, ist die Anzahl an Unique Visitors hier nicht aussagekräftig genug, um die tatsächliche Bedeutung aufzuzeigen. Bei zukünftigen Betrachtungen werden wir auch die Zahlen zur mobilen Nutzung von Apps etc. erfassen, die uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorliegen.