Social Media Prisma Version 6.0 mit den wichtigsten 261 Plattformen und Tools

Das Social Media Prisma von ethority liefert erneut einen aktuellen Überblick über die deutsche Social Media Landschaft mit den wichtigsten 261 Social Media Plattformen und Tools. Seit Veröffentlichung von Version 5.0 im September 2012 sind 117 neue Plattformen hinzugekommen. Kriterien für die Aufnahme ins Prisma sind Reach, Engagement und Popularity. Es ist unter http://www.ethority.de/social-media-prisma/ veröffentlicht und damit unter der Creative Commons Lizenz frei zur Verwendung.

Social Media Prisma V6.0

Während auch im deutschsprachigen Raum die Dominanz der großen Netzwerke wie Facebook, Twitter, Google+, Tumblr, Instagram usw. anhält, zeigt die neue Version des Prismas gleichzeitig auch auf, wie kurzlebig einzelne Plattformen sind und wie schnell sich die Social Media Landschaft verändert. So entfällt bspw. die Kategorie Microblogging. Twitter wird nun bei den Social Networks gelistet. Neu hinzugekommen sind die Kategorien Monitoring und Online-Dating.

Wir freuen wir uns auch dieses Mal wieder über Kommentare und Anregungen.

Social Media Kommunikation: 3 Tipps für virale Headlines

Jeder Marketer und Web-Worker weiß: Social Media ist nicht nur Spaß, sondern vor allem harte Arbeit. Denn, wer wirklich gelesen werden will, muss in seine Postings und Blog-Texte einiges an Schweiß stecken.

Leider sind die besten Texte noch kein Garant auf viele Leser. Mehr als hilfreich ist es, die eigenen Postings mit knackigen Headlines zu versehen. Denn im Idealfall überzeugt eine gute Zeile auch viele Nutzer zum Lesen eines Textes, die ansonsten einfach weitergeklickt hätten. Diese drei Tricks helfen bei einer erfolgreichen.

1. Die Headline sollte dem Shine-Prinzip folgen

Mit wissenschaftlicher Konsequenz gingen die Web-Analysten von Kissmetrics schon einmal der Frage der perfekten viralen Überschrift nach. Ihre Lösung laute Shine (https://blog.kissmetrics.com/how-to-write-headlines/). Eine gute Healine sollte Specific, Helpful, Immediacy, Newsworthy und Entertaining sein.

2. Die richtige Formel ist entscheidend

In einem interessanten Posting zu diesem Thema weist Curtis Harrison (http://real.social/3-properties-of-viral-headlines/) auf die Viral-Formel von Lenka Istvanova hin. Sie besagt, dass die perfekte Zeile muss dieser Reihenfolge folgen muss:  Number + Adjective + Keyword + Rationale + Promise. Beispiel: „7 Things That Will Improve Your Life Today“.

3. Nie mehr als sechs Wörter

Die oben genannten Kissmetrics-Analyse kommt zudem zu dem Schluss, dass eine gute Headline nie mehr als sechs Wörter umfassen soll. Ist die Zeile länger, neigen die Leser dazu weitere Wörter nicht mehr wahrzunehmen. Bei sechs Wörtern bleiben jedoch selbst die Faulsten bei der Stange und lassen sich von der Überschrift überzeugen.

Allerdings: Die beste Headline bringt nichts, wenn der Text langweilig ist. Vor allem die nächste Hürde gilt es dann mit Mut und Geschick zu nehmen: den ersten Satz. Denn wenn dieser nicht sitzt, sind viele Leser schon gleich wieder weg.

 

Ergänzende Infografik zum Thema von quicksprout.com

Headlines Infographic

Content Marketing Strategie: Branded Videos generieren besten ROI

Es gibt kaum ein Thema, bei dem sich Marketer derart einig sind: Web-Videos sind eines der mächtigsten Instrumente in Ihrem Content Marketing-Arsenal. Allein die Viralität, die in jedem Clip steckt, darf man nicht unterschätzen. Immerhin lässt sich jedes Video beispielsweise von YouTube aus über alle wichtigen Social Media-Kanäle einfach und effektiv teilen. Zudem sind sich fast alle Analysten einig:

1. Branded Entertainment mit Video-Content ist der wichtigste Traffic-, Engagement- und Awareness-Treiber
2. Video-Marketing ist daher ein essentieller  Bestandteil jeder Content Marketing Strategie (http://ethority.de/weblog/2013/06/19/das-unterschatzte-youtube-potential/)

Über die richtige Strategie im Umgang mit Video-Content lässt sich schon immer vortrefflich streiten. Harte Fakten sprechen allerdings eine eindeutige Sprache: Auf die richtige Mischung kommt es an. So kommt eine Untersuchung von Jefferies zusammen mit Demand Metric und Ascend2 (http://www.emarketer.com/Article/Theres-More-Digital-Video-Marketing-than-YouTube/1011179) zu dem Ergebnis, dass der ROI eines Unternehmens- bzw. Branded Videos dann am besten ist, wenn es sowohl auf der Webseite der Company und in einem großen Video-Portal wie YouTube oder Vimeo platziert wird.

So ist es wichtig über einen eigenen kontrollierten Channel bei einer großen Mainstream-Plattform zur verfügen, um für die nötige Viralität zu sorgen. Andererseits lassen sich über die eigene Company-Seite wesentlich mehr Daten über die Zuschauer des Videos erfassen. Das hilft wiederum bei der Generierung von Insights für die Produktion der nächsten möglichst noch erfolgreicheren Clips.

Neben diesen Überlegungen sei noch auf einen weiteren wichtigen Player im Web-Video-Markt hingewiesen: Facebook: „Der Videokonsum steigt auf Facebook und Instagram dramatisch an. Ein Video auf Facebook sehen heute mehr Menschen als bei den Top-10-Fernsehshows zusammen. Die Reichweite ist größer als beim Super-Bowl – und das schaffen wir jeden Tag“, zitiert der Netzökonom Carolyn Everson, die weltweite Werbe-Chefin des Netzwerkes (http://netzoekonom.de/2014/09/08/das-grosse-werbethema-von-facebook-heisst-video-werbung/).

Bereits Anfang der Woche verschickte das Social Network eine Infomail an Journalisten. Der entscheidende Absatz (http://newsroom.fb.com/news/2014/09/the-latest-on-facebook-video/): „Seit Juni diesen Jahres zählt Facebook täglich über eine Milliarde Aufrufe von „nativen“ Videos – Bewegtbild, das direkt auf Facebook hochgeladen wurde. Mehr als 65 Prozent davon kamen mobil. Behält man im Hinterkopf, dass Facebook für die bekannten Video-Plattformen der größte Traffic-Lieferant ist, kann man eines mit Überzeugung sagen: Facebook ist nicht nur die reichweitenstärkste Kommunikationsplattform, sondern auch eine der größten Bewegtbild-Plattformen weltweit.“

In diesem Zusammenhang noch ein Hinweis auf die Infografik von Bonomotion zum Thema Video Marketing: Why Video works!

Video Marketing Infographic

Video Marketing Infographic

Influencer Marketing: Produkt-Launch, Content-Sharing, Reputation-Management

Bei jedem Marketer steht die Zusammenarbeit mit Influencern – also mit besonders gut vernetzten Personen innerhalb der Social Networks (Digital VIPs) mit einer großen und bedeutenden Anzahl an Kontakten, Followern und Freunden – weit oben auf dem Wunschzettel. So jedenfalls interpretieren wir die aktuellen Umfrageergebnisse von Agure und eMarketer.

Influencer Marketing steckt noch in den Kinderschuhen, denn noch ist es eine der effektivsten Maßnahmen, um erfolgreich neue Produkte in den Markt einzuführen. Dieser Meinung waren 76% der von Agure befragten Marketing-Manager. 57% nutzen Influencer Marketing um eigene Marken-Inhalte und Botschaften besonders erfolgreich zu teilen. 50% der Befragten sehen in den Influencern vor allem gute Supporter bei Webinaren und Events. In Krisensituationen würden 44% der Umfrage-Teilnehmer versuchen, die Reputation mittels Influencer-Support wieder in den Griff zu bekommen.

eMarketer hat dazu neue Zahlen veröffentlicht, die wir uns genauer ansehen wollen:

influcener marketing survey augure emarketer_2014

Die Erwartungen der Influencer an Marken und Unternehmen sind klar: Sie wollen gute Inhalte und Informationen, nicht unbedingt materielle Gegenstände. Etwa drei von zehn Befragten sagten, sie erwarteten von den Marketers, dass sie mit Material unterstützt werden, welches sie bei der Produktion eigener Inhalte nutzen können. Ein ähnlicher Prozentsatz zitiert exklusive und wertvolle Informationen als Grund für eine solche Zusammenarbeit.

influcener marketing survey augure emarketer 3 2014

Mehr als vier von zehn Marketers plant, das Influencer Marketing-Budget zu erhöhen und ein Viertel der Social-Media-Strategen gibt an, es wird in Richtung der Blogger- und Influencer-Netzwerke gehen.

Content Marketing is King – 11 Mechaniken für den Erfolg

Content Marketing und hochwertige Inhalte braucht heute fast jeder, der sich mit seiner Brand oder Company auf Facebook, Twitter & Co. bewegt. Zielsetzung dabei ist es über spannende Inhalte mehr Fans/Follower zu generieren, existierende Kunden zu binden, neue Kunden zu gewinnen oder Brand-Evangelists aufzubauen.

Die Vorteile

  1. Content Marketing verbessert Markentreue
  2. Content Marketing generiert mehr Leads/Conversions
  3. Content Marketing kostet weniger als traditionelle Marketing-Methoden
  4. Content Marketing verbessert aber vor allem die Google-Listings
  5. Content Marketing ist wichtiger Bestandteil jeder SEO-Strategie

Basierend auf den aktuellen Google-Algorithmen kann eine Marke kaum noch ein hohes Ranking erreichen, ohne einen stetigen Strom von gutem Branded Content zu produzieren.

Aber viel wichtiger noch (weil viral!): Spannender, informativer, hilfreicher oder humorvoller Content wird gern und oft von Nutzern geteilt. Der Content entwickelt quasi seine eigene Dynamik, denn Teilen ist in unserer DNA. Aber welche Mechaniken müssen für die erfolgreiche Anwendung unserer Content Marketing Strategie beachten?

11 Mechaniken für den Erfolg von Content Marketing

1. Customer Journey: Kaufentscheidungen werden immer häufiger aufgrund verschiedenster Berührungspunkte mit Produkten, Marken und Services im Netz getroffen. Das können spannende Produktrezensionen, Video-Clips, Facebook-Posts, Tweets, Blog-Beiträge oder informative Websites sein. Also nicht damit zögern Präsenz auf den relevanten Social Media bzw. digitalen Plattformen aufzubauen.

2. Content Strategie: Digitale Marketing-Strategien verlangen im Social Media Zeitalter Inhalte die oft geteilt, geliked, retweeted und somit aktiv von den Nutzern weiterempfohlen werden. Dabei sollte man genau ausloten, wo bzw. auf welcher Plattform der jeweilige Content seine maximale Performance entfalten kann.

3. Content Mehrwert: Attraktive und verständlich aufbereitete Inhalte z.B. als Video, Infografik, Bild-Collage, Präsentation, Webinar oder Podcast mit einer Kernaussage zum Nutzen und Vorteil, also einen Informations-Mehrwert bringen den Erfolg und generieren hohe Abrufzahlen, Traffic und letztendlich auch akzeptable Conversion-Rates.

4. Meinungsführerschaft: Wer es schafft mit gutem Content als erster ein Thema zu besetzen, wird dafür mit Leads, Sales und im besten Falle einer loyalen aktiven Kundschaft mit hohem Empfehlungspotential belohnt.

5. Content Distribution: Redaktionelle Inhalte sind aufwendig in ihrer Produktion, umso wichtiger ist es, diese Inhalte mehrfach auszuspielen und auf die Gegebenheiten der jeweiligen Social Media Plattformen spezifisch anzupassen. Wie und wo soll der Text, das Video platziert (Seeding), das Webinar angeteasert oder das Whitepaper hochgeladen werden?

6. Content Redaktion: Nicht jeder ist zum Schreiben und Texten geboren, daher macht es auch einen riesigen Unterschied, ob der neue Trainee oder Praktikant auf das Datenmaterial losgelassen wird oder aber ein professioneller Texter oder Redakteur sich mit dem Community Manager zusammensetzt, um die Inhalte zielgruppen- und plattformgerecht (z.B. Textlänge) aufzubereiten.

7. Timing: Die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt für die Veröffentlichung eines Beitrages, um die maximale Reichweite zu erzielen, ist von großer Bedeutung. Denn selbst der beste Content kann in der Timeline oder im News-Stream des Nutzers zur falschen Tageszeit einfach nur untergehen und somit kaum Beachtung finden.

8. Network Analyse: Wann hält sich meine Zielgruppe wo auf? Zu welcher Tages- oder Nachtzeit suchen sie welche Informationen? Wirken Text-Ads tagsüber besser? Werden Videos am Wochenende oder abends häufiger gesehen? Die Analyse des Nutzerverhaltens in den Networks ist von enormer Wichtigkeit, um das maximale Potenzial des Content Marketing zu entfalten.

9. Intensität: Wie häufig soll der einzelne Beitrag am Tag, in der Woche oder im Monat veröffentlicht werden? Klar ist, dass nur ein Teil der Nutzerschaft den aktuellen Beitrag wahrnimmt und nur durch das erneute Anteasern und die Mehrfachdistribution eine maximale Reichweite ausgeschöpft werden kann.

10. Conversion: Das Erreichen hoher Conversion-Rates ist besonders wichtig, um Leads und Sales zu generieren. Hier sind meist schon recht einfache Methoden hilfreich, wie z.B. kein Facebook-Posting ohne Bild- oder Video-Content. Stumpfe Twitter-Posts mit vermeintlichen Sonderangeboten und aufdringliches marktschreierisches Gehabe sollten lieber unterlassen werden.

11. Social Media KPI Monitoring (Erfolgsmessung): Auch beim Content Marketing sollte ein Social Media KPI Monitoring aller Plattformen nicht fehlen. Welche Social Media KPIs gemessen werden sollen, hängt natürlich von der Strategie und den Möglichkeiten ab. Die Steigerung von Talk-Abouts, Sharings, Referrals, Buzz oder Fanzahlen ist oft einer guten Content Marketing Strategie zu verdanken.

Fazit: Nicht jeder verfügt über Inhalte wie das Red Bull Media House (IMHO: RB macht einen der besten Jobs in diesem Bereich), denn noch kann man auch mit bescheidenem Marketing Budget viele und attraktive Inhalte in Form von Blog-Artikeln, FAQs, Fotos, Infografiken, Newsletter, Tutorials, Videos, Webinare etc. mit überschaubarem Aufwand produzieren, mittels geschickter Distribution eine hohe Markenbekanntheit in seiner Zielgruppe erreichen und damit den Abverkauf steigern.

Fakten:

– 20% der Internet-Nutzer verbringen regelmäßig Zeit mit Branded Content
– 68% der Nutzer informieren sich aktiv über Marken, Services und Produkte
– 57% lesen mindestens einmal im Monat Infos über Marken, Services und Produkte
– 80% der Nutzer begrüßen es mittels spezifischem Content mehr über ein Unternehmen zu erfahren

Eine schöne Infografik zum Content Marketing von fisher Vista und SocialEars:

Content Marketing Infographic

Content Management Checklist

Wer kennt ihn noch, den TV Spot des Fokus-Magazins? Der ehemalige Chefredakteur  Helmut Markwort fordert seine Redaktion auf „Fakten, Fakten, Fakten“ zu sammeln und zu schaffen. In jeder Social Media Redaktion fällt wahrscheinlich wöchentlich ein ähnlicher Satz: „Content, Content, Content.“

Doch was der Social Media Manager dort wöchentlich für das Content Management einfordert, ist komplexer. Eine Social Media-Redaktion muss es verstehen, Content wirklich zu managen. Eine einfache Checkliste kann helfen:

Content Management Checklist

Content Management Checklist

Facebook Post Reach: socialbakers