Fünf am Freitag – mit Carsten Ludowig

Liebe Leser, herzlich willkommen zu der ersten Ausgabe unserer Freitagsrubrik in 2012. Carsten Ludowig von der XING AG ist der heutige Gast der Social Media Runde:

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Zur Person: Carsten Ludowig (39), Director Advertising & Partnerships bei der XING AG, ist für die Vermarktung der Plattform sowie für den Ausbau und die Leitung der Business Unit Advertising & Partnerships verantwortlich. Carsten Ludowig hat über 14 Jahre Erfahrung in der der Produktentwicklung, dem Produktmanagement und der Vermarktung digitaler Medien. Vor seinem Wechsel zur XING AG war Ludowig bei G+J Electronic Media Sales tätig. Zuvor bekleidete Ludowig sieben Jahre lang verschiedene leitende Positionen bei der T-Online Tochter Interactive Media.

1. Wie definieren Sie Social Media Intelligence?

Social Media Intelligence bedeutet für mich zuerst einmal systematisches Monitoring der verschiedenen Social Media-Kanäle. Ich muss wissen, wo und in welcher Form ein Unternehmen, mein Produkt und meine Marke gerade ein Thema sind, diese  Aktivitäten systematisch erfassen und die Informationen dann auch richtig deuten. Auch seine Zielgruppe genau zu kennen ist Social Media Intelligence. Auf XING z.B. können Unternehmen, die ein Unternehmensprofil betreiben, anhand der beruflichen Profile Ihrer Abonnenten sehen, wer diese sind und daraus ableiten, wie diese optimal angesprochen werden können.

2. Inwieweit haben Sie (Social) SEO im Unternehmen verankert?

SEO ist für uns natürlich ein wichtiges Thema und wird schon bei der Produktentwicklung mitgedacht. Zudem werden wir von einer Agentur bei der Onsite-Optimierung fachlich unterstützt.

3. Social TV, Location Based Services, Social Gaming etc. – nur ein Hype oder ein ernst zu nehmendes Thema in 2012?

Soziale Medien oder Techniken, mit denen man diese bespielen kann, sind entweder längst fest etabliert oder auf dem Wege dahin. Dies geht quer durch alle Generationen und gilt sowohl im privaten Umfeld sowie im Business-Kontext. Nehmen wir Location Based Services: Bei XING setzen wir z.B. mit dem „Mobile Handshake“ auf LBS, eine mobile Funktion, mit dem sich zwei Nutzer, die sich z.B. auf einer Konferenz begegnen, per Smartphone verbinden können. Auch auf die Werbung hat der Social Trend natürlich großen Einfluss: Social Advertising wird in diesem Jahr auch auf unserer Plattform an Bedeutung gewinnen.

4. Fans zu Kunden machen oder: Was nützen 200.000 Fans, wenn keiner kauft? Wie denken Sie darüber?

Ich denke, dass man das Investment in Social Media-Aktivitäten nicht anhand von kurzfristig gedachten KPIs, sondern anhand des langfristig generierten Wertes für die Marke bewerten sollte. Allein die Tatsache, dass ein Unternehmen sich in sozialen Medien engagiert, zahlt aber schon auf die Marke ein, zeigt das Unternehmen doch damit, dass es eine zeitgemäße Form nutzt, um mit potentiellen Bewerbern, Kunden und Interessenten zu kommunizieren.

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5. Unternehmensblog: Überflüssig seit dem Boom von Facebook und Google+ Unternehmensseiten oder immer noch ein Must-Have?

Unternehmensblog und Unternehmensseiten, das ist für mich kein Entweder-Oder, sondern ein Und. Der Unternehmensblog kann als eine Art Home Base fungieren, ein zentraler Platz, auf dem Themen ausführlich behandelt werden können. Unternehmensseiten und andere soziale Kanäle sind wichtig, um diese zu verbreiten und Besucher zu triggern.

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