Fünf am Freitag – mit Sebastian Keil

Heute dürfen wir bei uns Sebastian Keil, Etat-Direktor und Leiter Beratung bei Scholz & Friends Digital in Hamburg, begrüßen.

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Zur Person: Keil (37) studierte Amerikanistik an der Universität in Hamburg. Nach seinem Magisterabschluss begann er seine Karriere bei WBN: Büro für Kommunikation als PR-Berater, wo er später die Leitung der Unit WBN:DIGITAL übernahm und für die Projektleitung, das Business Development und die Neukundenakquise zuständig war. Seit 2011 ist er als Leiter Beratung bei Scholz & Friends Digital und betreut Kunden wie Opel, Vodafone, BIG Direkt und Robinson. Sebastian Keil erhielt 2006 eine Auszeichnung beim PR Report Award. Er führt seit fünf Jahren einen Videopodcast und bloggt.

1. Social Media Monitoring in 2012: Aus Ihrer Sicht zwingend erforderlich oder nur zusätzliches Tool in einer Strategie?

In welcher Form auch immer, das Zuhören gehört auf jeden Fall zu einer Aktion oder Kampagne dazu. Wie ausgeprägt man das gewichtet ist natürlich von Strategie und Kreation abhängig, aber man sollte schon geordnet im Auge behalten, was drumherum passiert.

2. Wo sehen Sie die wichtigsten Trends im Social Commerce?

Im deutschsprachigen Raum werden wir Gehversuche im Facebook-Commerce sehen, und ich hoffe auf weniger konstruierte Cases insgesamt. Ich glaube das vor allem zu niedrige Budgets und zu unerfahrene Dienstleister dafür verantwortlich waren, dass es in der Vergangenheit nur wenig „Verkauf“ im Social Web gab, der echt Spaß gemacht hat. Und wenn es Spaß macht und der Preis ok war, dann erzähl ich davon auch meinen Freunden…

3. Wie bewerten Sie die aktuelle Debatte rund um das Thema ROI im Social Media?

Aktuelle Debatte? Die Frage gibt es seit knapp 5 Jahren und jedes Jahr wieder. Wir sprechen hier über Unternehmensziele, die man mit Hilfe von Social Media erfüllen möchte. Und dann gibt es Kampagnenziele, die erreicht werden wollen. Das kann man nur unterstützen, denn nur so kann man eine Aktion fundieren und ausrichten – mit genauen Zielvorgaben. Hinterher muss man sich dann einen Review gefallen lassen. Auch das kann ich nur unterstützen, denn nur so können Unternehmen und Agentur lernen. Bedeutet das, dass hinter jeder Aktion eine Eurosumme steht? In keinem Fall, ROI steht für mich nicht automatisch für Quantitatives

4. Was fasziniert Sie an Social Media besonders?

Der Facettenreichtum, das Angebot, das Persönliche.

5. Ihr Favorit: Facebook oder Google+? Welchen Wert hat Twitter für Sie?

Facebook sehr privat und Twitter immer und überall. Google+ habe ich nicht so integriert, auch weil sich mit dem neuen Job mein Tagesablauf etwas verändert hat. Aber das kann noch kommen.

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6. Etat-Direktor Digital bei Scholz & Friends – wie können wir uns das vorstellen? Wie sieht Ihr Tagesablauf aus?

Das tolle an der Arbeit in einer Werbeagentur ist ja, dass es selten zwei Tage gibt, die gleich aussehen. In der letzten Woche war ich sehr viel in Abstimmungsmeetings mit Kreativen und Kunden, bin zu Kunden gereist, um mit Kollegen neue Ideen vorzustellen und habe viel telefoniert. Wenn möglich habe ich aber morgens eine Sondierungsphase in der ich aktuelle News und Blogposts lese, und gezielt den Tag priorisiere. In der Regel gelingt es mir, das Büro relativ pünktlich zu verlassen, um dann abends nachdem die Kinder im Bett sind noch ein bisschen zu arbeiten.

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