Höher, schneller, weiter: Social Media in der PR

In seinem Blogartikel „Broadway-Musical dank Twitter und Social Media populärer als Paris Hilton“ schreibt Sten, dass Social Media keine Art von Performance-Marketing sei und auch keine Spezial-Disziplin der PR und Kommunikation. Dieser Aussage stimme ich insofern zu, dass auch ich der Meinung bin, dass Social Media für das Marketing im Allgemeinen eine wichtige Rolle spielen und somit auch an die Unternehmen heran getragen werden sollte.

Für die PR sollte Social Media keine neue Disziplin, sondern ein ganz selbstverständlicher Bestandteil der täglichen Arbeit sein. Laut Wikipedia wird PR folgendermaßen definiert: [PR steht für] einen weit gefassten Begriff für die Gestaltung der öffentlichen Kommunikation von Organisationen, Unternehmen, Behörden, Ideen oder Einzelpersonen. Bei dieser Definition steht vor allem der Begriff „Kommunikation“ im Vordergrund. Mag die Definition von Wikipedia vielleicht auch nicht die Treffendste sein, so sind wir uns wohl alle einig, dass Public Relations vornehmlich aus Kommunikation bestehen. Social Media gibt PRlern die wohl einfachste Gelegenheit, flächendeckend zu kommunizieren und hat durchaus weitere Vorteile:

1.Die Reichweite

Facebook hat in Deutschland über 6.200.000 Nutzer.

Twitter hat weltweit 44 Millionen Nutzer, in Deutschland belaufen sich die aktuellen Schätzungen der aktiven Nutzer auf 145.000.

Xing hat nach eigenen Angaben etwa 3,4 Millionen Nutzer, die im deutschsprachigen Raum auf der Plattform aktiv sind. 

Nutzen Sie diese und andere Dienste richtig, kann sich Ihre Reichweite enorm vergrößern. Zudem sind die dort publizierten Texte über Suchmaschinendienste leicht auffindbar.

2. Das Netzwerk

Durch Social Media kann sich Ihr Netzwerk stark vergrößern. Die Zeiten des Rolodex sind vorbei, einfacher und effektiver kann man seine Kontakte zum Beispiel auf XING sammeln und organisieren. Die Informationen über Ihre Kontakte, die Ihnen damit zugänglich sind, sind aussagefähiger als eine Visitenkarte jemals sein könnte. Es besteht außerdem die Möglichkeit, Ihre Kontakte mit Zusatzinformationen und Memos über Ort und Grund des Kennenlernens zu versehen. Auch ihr Gegenüber weiß sofort, wo er Sie einzuordnen hat, so dass es nicht zu einer Verwechslung kommen wird.

3.  Die Ansprechpartner

Über bestimmte Plattformen ist die Ansprache einfacher, schneller und effektiver geworden. Das Kontaktieren über XING ist persönlicher, ihr Gegenüber hat ihr Bild vor Augen und somit eine bessere Assoziation an der Hand. Beim Kontaktieren neuer Ansprechpartner kann die Ansprache über eine Business-Plattform persönlicher wirken und dafür sorgen, dass Ihr Anliegen z.B. nicht in einer E-Mail-Flut untergeht.

Auch im umgekehrten Fall ist die Kommunikation mit, durch und in Social Media für PRler ein Gewinn. Nicht nur, dass Kommunikation im eigentlichen Sinne (in Form von Dialog) nun möglich ist, man hat auch die Chance, ein Feedback zu bekommen und nicht nur einseitig etwas nach außen zu tragen, was in den meisten Fällen unkommentiert bleibt.

In diesem Sinne freue ich mich auf Kommentare und Anregungen!

2 Kommentare
  1. Karin Wylicil
    Karin Wylicil says:

    Dem kann ich mich uneingeschränkt anschließen. Social Media ist ein wichtiger Bestandteil der PR, jedoch kein brandneuer. Aber wir sprechen hier ja von einer Schnittmenge: Social Media gehört zwar zur Online-PR, wird aber von vielen auch rein privat genutzt oder auch beruflich ohne mit PR verknüpft zu sein, sozusagen die Parallel-Plattform zum Netzwerken im realen Leben. Ich finde es durchaus anregend und wichtig, auch privat diese Dienste zu nutzen, nur eben immer mit der vielerwähnten Warnung, dass das auch berufliche Folgen hat/haben kann.
    beste Grüße, KW

    Antworten

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