Social Media zahlt sich aus

„Wieviel Aufmerksamkeit sollte Social Media zu Teil werden und welche Vorteile bringt es, sich in diesem Bereich zu engagieren?“ – Die Fragen, die seit geraumer Zeit durch die (Manager)-Köpfe geistern, scheinen nun beantwortet zu werden: aus einer Kooperation der amerikanischen Social Media Marketing-Anbieter Altimetergroup und dem freien Social Network- und Wiki-Hosting-Service wetpaint entstand unter dem Brand ENGAGMENTdb die Studie „The world´s valuable brands. Who´s most engaged?“.

Die Top 100 Global Brands wurden in Hinblick auf ihr Engagement im Social Media-Bereich untersucht. Vorweg genommen: Die Ergebnisse der Studie zeigen einen Zusammenhang zwischen der quantitativen und qualitativen (Aus-)Nutzung diverser Social Media-Kanäle (hier positiv: die Einbeziehung von Diskussionsforen in den Score) und setzen diese auch analog zum Umsatz und Gewinn der Unternehmen.

Als Grundlage dient die Einteilung der Brands in vier Kategorien, aufbereitet in einem Portfolio, ähnlich der Boston-Consulting-Group-Matrix: Mavens, Butterflies, Selectives und Wallflowers.

Die Studie zeigt, dass sich bei Unternehmen, die sich quantitativ und qualitativ im Social Media-Bereich hervorheben, ein bezeichnender Unterschied bezüglich Umsatz und Gewinn heraus kristallisiert. Tatsächlich weisen die Social Media erfahrenden Mavens trotz der momentanen Wirtschaftslage ein durchgehend starkes Betriebseinkommen und eine wachsende Gewinnspanne gegenüber Firmen auf, die entweder wenige Möglichkeiten der Bandbreite von Social Media nutzen bzw. die Pflege dieser vernachlässigen

Zufall oder nicht?! Grenzwertig ist, dass die „over 40 attributes“, aus denen sich der Engagmentscore zusammensetzt, im Einzelnen nicht definiert werden. Wenn man nun die ungefähre Größenangabe nicht anzweifeln möchte, stellt sich immer noch die Masse = Klasse?-Frage!

Fest steht aber, dass durch messbare Vorteile entscheidungsträchtige Zweifler überzeugt werden können. Allerdings dürfte vielen bereits vor dieser Studie bewusst gewesen sein, dass eine gute und durchdachte Nutzung der Social Media-Möglichkeiten zur Steigerung des finanziellen Erfolgs von Unternehmen beiträgt.

Als das Best Practice-Beispiel überhaupt erweist sich übrigens Starbucks, die mit einem Team aus sechs Personen tagtäglich elf Social Media-Kanäle bedienen und als ein Franchise-Coffeeshop-Unternehmen hoch entwickelte Technologie-Firmen im Ranking überholen.

Somit hat Starbucks, hier stellvertretend in der Person von Alexandra Wheeler, Director of Digital Strategy, den „Zahn der Zeit“ erkannt: „We live in the physical world with thousands of natural touch points, so when we laid out the vision for our social strategy, it felt like home for the brand. It´s about the relationships we form with our customers, not marketing.“

Die gesamte Studie zum Downloaden:

http://www.engagementdb.com/downloads/ENGAGEMENTdb_Report_2009.pdf

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